Frühjahrsausstellung der Griffelkunst-Vereinigung in der UB Erfurt

Vom 09. bis 21. Mai 2017 werden in der Universitätsbibliothek Erfurt Exponate der Griffelkunst-Vereinigung gezeigt.
Die Griffelkunst-Vereinigung, die nun schon über 90 Jahre Originalwerke renommierter Künstler an ihre Mitglieder abgibt, führt damit ihre Editionsreihen fort. Für alle Mitglieder und Interessenten findet am Dienstag, den 16. Mai zwischen 18 und 20 Uhr ein Besichtigungstermin in der Ausstellung statt, zu dem frühere Wahlblätter ausgegeben und Fragen zur Arbeit der Griffelkunst-Gruppe Thüringen beantwortet werden.
Die Ausstellung ist zu den Öffnungszeiten im Eingangsbereich der Universitätsbibliothek zu sehen. Der Eintritt ist frei.

Technischer und künstlerischer Fortschritt gehen oft Hand in Hand – so auch in den zeitgenössischen Arbeiten von Sonja Vordermaier, die in ihren Objekten mit Licht und Schatten spielt und ungewöhnliche Skulpturen aus Alltagsgegenständen schafft, die sie im 3D-Druck vervielfältigt. Für die Ausstellung in der UB Erfurt hat sie eine Gruppe von drei Objekten ausgewählt. „Es war nur eine Frage der Zeit, bis die Kunstwelt die 3D-Technologie als Ausdrucksmöglichkeit aufgreift“, erläutert Prof. Dr. Patrick Rössler, Leiter der hiesigen Griffelkunst-Gruppe.

Mit dem Thema Raum beschäftigt sich auch Alexandra Ranner, in deren Installationen und Videos eine Edition aus vier Inkjet-Prints einen Einblick gibt. Die Spannbreite der in der Griffelkunst-Ausstellung präsentierten Techniken reicht dieses Mal von Klassikern wie Radierung, Holzschnitt und Lithographie bis hin zu Scans und einem kinetischen Objekt von Kathrin Haaßengier, das auf Knopfdruck zwei fühlerartige „Wedel“ tanzen lässt.
Die in den Pyrenäen lebende Künstlerin Katya Bonnenfant, die unter dem Pseudonym „The old boys’ club“ arbeitet, schafft in mehrfarbigen Motiven erzählerische Bildwelten ohne Worte – während der Rumäne Nedko Solakov längere Texte zu seinen Miniaturzeichnungen notiert, die im Zusammenspiel poetische Geschichten erzählen. Die Sprache spielt auch bei Stefan Marx eine zentrale Rolle: Immer wieder setzt er Zitate und Liedzeilen in der für ihn charakteristischen Schrift als Bild um, während Ulla von Brandenburg eine Edition aus sieben Motiven im Holzdruck entwickelt hat, denen ihre Affinität zum Theater anzusehen ist.
Die auch an die Allgemeinheit gerichtete Schau bietet in ihrem traditionellen Foto-Schwerpunkt zeitgenössische Arbeiten von Edgar Leciejewski, der für seine Serie „Schwarzenberg“ den Flug einer weißen Taube durch Scans der Flügel simuliert. Und schließlich vermittelt Julia Schmid sogar einen Einblick in die karge Pflanzenwelt in den Büros der Griffelkunst-Vereinigung, die sie für die Arbeit besucht und auf ihre besondere Weise porträtiert hat.

 

Neue Datenbanken für die Universität

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) stellt im Rahmen sogenannter Nationallizenzen eine Vielzahl von Datenbanken, elektronischen Zeitschriften und E-Books deutschlandweit an deutschen Hochschulen, Forschungseinrichtungen und wissenschaftlichen Bibliotheken zur Verfügung, um die Versorgung mit elektronischer Fachinformation nachhaltig zu verbessern.
Gut 20 neue Datenbanken und elektronische Archive wurden im Frühjahr 2017 im Rahmen dieser Nationallizenzen für die Universität Erfurt freigeschaltet. Hier eine Auswahl:

Per Klick auf den jeweiligen Link gelangen Sie zum Datenbank-Infosystem (DBIS) der Bibliothek mit Inhaltsbeschreibungen und zum Start der Recherche.

Zur Übersicht aller Datenbanken mit DFG-Nationallizenz für die Universität Erfurt

 

Bibliotheksführung am 3. Mai

Am Mittwoch, dem 3. Mai, findet für alle Interessenten wieder eine Führung durch die UB Erfurt statt.

Dabei werden

  • die wichtigsten Räumlichkeiten und Dienstleistungen der Bibliothek vorgestellt
  • die Nutzungsbedingungen der Bibliothek erläutert
  • und erste Schritte im Umgang mit dem Online-Katalog gezeigt.

Beginn ist 16.00 Uhr an der Information im Eingangsbereich.

Lernangebot: Einführung in die Literaturverwaltung mit Citavi am 26.04.

Am 26. April 2017 findet um 10.00 Uhr im Vortragsraum wieder eine Einführung in die Literaturverwaltung mit Citavi statt.

In der etwa 90-minütigen Veranstaltung werden die wichtigsten Funktionalitäten von Citavi vorgestellt und anhand von praktischen Beispielen geübt.

Schwerpunkte der Veranstaltung sind unter anderem:

  • Installation und Campuslizenz
  • Aufbau und Bedienung von Citavi
  • Literaturquellen und elektronische Volltexte in Citavi übernehmen, Citavi Picker
  • Literaturauswertung und Wissensorganisation (Zitate, Kommentare einpflegen)
  • Übernahme in Word-Dateien

Bei Interesse bitten wir um eine Anmeldung.

 

 

„Briefe gehören unter die wichtigsten Denkmäler, die der einzelne Mensch hinterlassen kann.“

 

„Spannend!“ – So war der Eindruck eines ersten Besuchs von Isabelle Kocher in der Sondersammlung der UB während eines Praktikums im Sommer 2016. So spannend, dass sie sich entschloss, das nächste Praktikum in ihrem Masterstudiengang „Angewandte Linguistik“ den alten Beständen und Nachlässen, die in der Sondersammlung betreut werden, zu widmen.
In Absprache mit Herrn Bouillon, dem Referenten der Sondersammlung, sichtete Isabelle Kocher im Februar 2017 einen Teil des Nachlasses der bedeutenden Islamwissenschaftlerin Annemarie Schimmel. Briefe und andere Lebensdokumente galt es zu sortieren und zu bearbeiten, um sie anschließend zu scannen, benennen und in Archivbögen abzulegen. So bleiben die Dokumente der Nachwelt möglichst lange erhalten und sind auch digital gesichert und bearbeitbar!
Ein ungewöhnliche Entdeckung hat Frau Kocher während ihres Praktikums nicht gemacht, aber Einblicke in die Arbeit mit Nachlässen und den Umgang mit Archivalien gewonnen.

Zitat "Briefe ...": Johann Wolfgang von Goethe, 1805