Rekordausleihe an Büchern

Seit dem 16. März muss die Universitätsbibliothek aufgrund der Corona-Epidemie leider bis auf weiteres geschlossen bleiben. Am letzten Öffnungstag wurden innerhalb weniger Stunden mehr als 4000 Bände entliehen – ein Rekord!!! Wir wünschen unseren Nutzerinnen und Nutzern ein erfolgreiches Arbeiten und freuen uns auf ein gesundes Wiedersehen. Bitte beachten Sie neben unseren gewohnten elektronischen Angeboten auch die erweiterten Möglichkeiten während der Schließung der Bibliothek. Bei Fragen stehen wir Ihnen per E-Mail gerne zur Verfügung: information.ub@uni-erfurt.de oder ausleihe.ub@uni-erfurt.de

Nicht nur Bahntickets und Hygieneartikel ….

Seit dem 18. Dezember 2019 gilt auch für E-Books, E-Journals, E-Papers und Volltextdatenbanken der ermäßigte Mehrwertsteuersatz (von 7%). Damit hat der Deutsche Bundestag von einer entsprechenden europäischen Lizenz Gebrauch gemacht und eine langjährige Forderung des Deutschen Bibliotheksverbands und des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels erfüllt.

Wird der Erwerbungsetat der Universitätsbibliothek dadurch entlastet? Vorübergehend: Im Angesicht von Preissteigerungen von rund 6% für wissenschaftliche Zeitschriften und Datenbanken seit mehreren Jahren wird die Erleichterung nur von kurzer Dauer sein.

Die unmittelbare finanzielle Entlastung (um 12%) war jedoch auch nicht der Hauptbeweggrund für die Gesetzesänderung. Es ging vielmehr um die steuerliche Gleichbehandlung von Inhalten aus den Bereichen Bildung, Kultur, Wissenschaft. Deren herkömmliche Verbreitung über gedruckte Medien profitiert in Deutschland und anderen Ländern seit langem vom ermäßigten Mehrwertsteuersatz.

Klassiker der Soziologie : von Comte bis Weber

Mit der neuen Open-Access-Sammlung Klassiker der Soziologie bestätigt der Fachinformationsdienst (FID) Soziologie eine seiner wesentlichen Aufgaben, nämlich die Verbesserung der wissenschaftlichen Informationsversorgung innerhalb der Soziologie. Digitalisiert wurden zum Standardkanon der Soziologie gehörende Titel, die bisher noch nicht Open Access verfügbar waren – wenn möglich in Erstauflage und Originalsprache und zumeist aus Beständen der Universitäts- und Stadtbibliothek Köln. Zu finden sind Schriften aus dem Zeitraum von 1826 bis in das späte 20. Jahrhundert, etwa von Auguste Comte, Émile Durkheim, Friedrich Engels, Karl Marx, Karl Mannheim, George Herbert Mead, Franz Oppenheimer, Vilfredo Pareto, Georg Simmel, Herbert Spencer, Ferdinand Tönnies sowie Max Weber.
Die Werke sind vollständig durchsuchbar. Außerdem soll die Sammlung beständig erweitert werden.
Ein Überblick über das Angebot sowie Hinweise zur Nutzung sind auf der Homepage des Sammlungsportals zu finden.

Quelle: https://www.ub.uni-koeln.de/sammlungen/soziologie/index_ger.html

Schön wär’s

 

 

 

Der 10. August ist der allgemein verbindliche Termin zur Verrechnung der Umsatzsteuer mit den zuständigen Finanzämtern. Der Termin selbst ist für Bibliotheken in öffentlicher Trägerschaft nicht relevant, da sie ihre Rechnungen für Reproduktionen oder Gebühren umsatzsteuerfrei ausstellen und deshalb auch keine Umsatzsteuer-Voranmeldung bei den Finanzbehörden vornehmen.

Auf der anderen Seite haben Bibliotheken durchaus mit der Umsatz- oder Mehrwertsteuer zu tun, nämlich dann, wenn sie Medien erwerben oder lizenzieren, was wiederum ihr tägliches Geschäft ist. Es gelten die deutschen Mehrwertsteuersätze: ermäßigt 7% für gedruckte Medien und regulär 19% für elektronische Medien. Lieferanten mit Firmensitz in Deutschland berechnen die gelieferten Medien inklusive Umsatzsteuer. Lieferanten mit Firmensitz im Ausland müssen – so schreibt es die EU vor – ohne Mehrwertsteuer fakturieren; in der Folge führen die Bibliotheken die fällige Umsatzsteuer separat an ihr Finanzamt ab. Richtig kompliziert wird es für die Beteiligten, wenn Mischmedien, Medien mit gedruckten und digitalen Bestandteilen, erworben werden: Die unterschiedlichen Bestandteile müssen getrennt mit den passenden Mehrwertsteuersätzen berechnet und bibliotheksseitig in der Buchführung entsprechend dokumentiert werden.

Erfreulich ist, dass Buchhandel und Bibliotheken in Brüssel inzwischen erfolgreich lobbyiert und erreicht haben, dass bestimmte elektronische Medien (E-Books, E-Journals und E-Papers) auch mit ermäßigtem Mehrwertsteuersatz belegt werden dürfen. In Deutschland hat das Bundeskabinett soeben (am 31. Juli 2019) einen Gesetzentwurf vorgelegt, um von dieser Möglichkeit Gebrauch zu machen und den Mehrwertsteuersatz für elektronische Bücher, Zeitschriften und Zeitungen auf 7% zu senken.

Die Transcript Open Library Politikwissenschaften – Wissen neu erschlossen

Es stimmt schon: die Digitalisierung bringt viel Neues. Mit der jetzt in unserem Bestand nachgewiesenen Transcript Open Library Politikwissenschaften (Titelliste) hat die Universitätsbibliothek zum ersten Mal an einer eAuction teilgenommen und eine Kollektion von E-Books freigekauft. Wie das?

Der Transcript-Verlag und die auf den Vertrieb von Open Access-E-Books spezialisierte Plattform Knowledge Unlatched (KU) haben eine Kollektion von allgemein interessierenden politikwissenschaftlichen Titeln zusammengestellt, die sie Bibliotheken im Rahmen einer eAuction gegen eine Gebühr zum Erwerb als Open Access-E-Books angeboten haben. Die Universitätsbibliothek Erfurt war hier einer unter vielen Bietern und hat dazu beigetragen, dass die ursprünglich angesetzte Gebühr markant gefallen ist. Die auf diesem Weg erworbenen E-Books sind weltweit und nicht wie sonst üblich nur für die Nutzer der zahlenden Einrichtung freigeschaltet. Man kann durchaus von einem Freikauf sprechen, da die investierte Gebühr die E-Books für den Open Access entriegelt / unlatched hat.

Datenbanken: Externer Zugang mit Shibboleth

Viele Datenbanken sind mittlerweile für alle Nutzerinnen und Nutzer auch von außerhalb der Bibliothek und des Uni-Campus zugänglich. Dazu gehören die durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft geförderten Nationallizenzen sowie andere frei verfügbare Angebote. Einige Titel können jedoch meist aus lizenzrechtlichen Gründen von außerhalb nur von Angehörigen der Universität über Shibboleth aufgerufen werden. Dabei handelt es sich um ein Verfahren für internetbasierte Anwendungen zur Authentifizierung und Autorisierung. So können über eine einzige Anmeldung verschiedene elektronische Publikationen unterschiedlicher Anbieter unabhängig vom jeweiligen Standort genutzt werden. Nähere Informationen finden Sie auf unserer Webseite oder in unserem Tutorial: