Sophie Scholl – geboren am 09. Mai 1921

Am 9. Mai 2021 jährt sich der Geburtstag Sophie Scholls zum 100. Mal.
Sophie Scholl ist bis heute das bekannteste Mitglied der studentischen Widerstandsbewegung „Weiße Rose“ gegen die nationalsozialistische Diktatur. Die Gruppe flog in Folge einer Denunziation durch einen Hörsaaldiener der Universität München auf, Sophie und ihr Bruder Hans, der Kopf der „Weißen Rose“, wurden am 18. Februar 1943 zusammen mit Christoph Probst verhaftet, in einem Schauprozess von Roland Freisler zum Tod durch die Guillotine verurteilt und am 22. Februar 1943 hingerichtet.

Inge Aicher-Scholl, die Älteste der Geschwisterschar Scholl, hat ihr ganzes Nachkriegsleben dem Andenken an ihre hingerichteten Geschwister gewidmet und ihr Nachleben entscheidend geprägt. Eine der allerersten Würdigungen stammt von Romano Guardini, der nicht nur Hans und Sophie Scholl, sondern auch die junge Hanna Arendt beeinflusst hat. Es handelt sich um eine 1945 gehaltene Rede mit dem Titel „Die Waage des Daseins“, deren Druckfassung sich auch in der Universitätsbibliothek befindet (Link zum Titel im Online-Katalog).  Nur ein Mausklick entfernt ist eine digitale Fassung, open access bereitgestellt vom Universitätsarchiv der Ludwig-Maximilians-Universität München.

Maifeiertag

Am kommenden Samstag freuen sich viele wieder über einen arbeitsfreien und hoffentlich sonnigen Tag. Seit 1946 ist der 1. Mai in der Bundesrepublik Deutschland gesetzlicher Feiertag. Seinen Ursprung hat dieser Tag jedoch in dem Bemühen der Gewerkschaften im 19. Jahrhundert, durch organisierte Streiks die Arbeitsbedingungen der Fabrikarbeiter zu verbessern. Der sog. Haymarket Riot, beginnend am 1. Mai 1886 in Chicago, kann als Ursprung dieses Feiertages gelten.

In der Bibliothek findet sich zahlreiche Literatur auch als E-Book zum Thema Gewerkschaften, Streik und Arbeiterbewegung. Ebenfalls elektronisch zugänglich sind Datenbanken wie die Bibliographie zur Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung sowie eine große Anzahl wissenschaftlicher Zeitschriften.

Die Bibliothek bleibt am 1. Mai geschlossen.

Publizieren unter den Bedingungen des digitalen Wandels

Sind Tweets, Blog-Beiträge oder Living Documents gegenüber traditionellen Publikationsformaten gleichwertige wissenschaftliche Publikationsleistungen? Welche Potentiale, Hindernisse und Bedarfe entstehen durch den digitalen Wandel hinsichtlich des wissenschaftlichen Publizierens? Diesen Fragen ist die Arbeitsgruppe „Wissenschaftspraxis“ der „Schwerpunktinitiative Digitale Information“ der Allianz der Wissenschaftsorganisationen nachgegangen und hat im März dazu das Diskussionspapier zur „Ausweitung der Wissenschaftspraxis des Publizierens unter den Bedingungen des digitalen Wandels“ veröffentlicht. In dieser fächerübergreifenden Metareflexion wird die Ausweitung des Publikationsbegriffs analysiert, die eigenständige wissenschaftliche Leistung von neuen digitalen Publikationsformaten, darunter Forschungsdaten und -software, dargestellt und entsprechende Entwicklungsbedarfe abgeleitet. Etwa, dass die einzelnen Fächer Standards für die Publikationen neuer Formate entwickeln und eigene Publikationsplattformen aufbauen sollen. Dabei müssen Qualitätssicherungsprozesse organisiert, Rechtsfragen geklärt werden. Insgesamt gilt es allerdings auch, die Gratifikationsmechanismen zu modifizieren: „Schließlich ist der Status der nicht-traditio­nellen Publikationsformate als anerkennenswürdige wissenschaftliche Leistungen noch wenig gesichert. Hier bedarf es neuer, ausdifferenzierter Regeln, Konventionen, Standards und Zuständigkeiten, um das Potenzial einer qualitativ hochwertigen wissenschaftlichen Publikationspraxis im digitalen Zeitalter realisieren zu können.“ (S. 14)

Breuer, C., Trilcke, P. (2021): Die Ausweitung der Wissenschaftspraxis des Publizierens unter den Bedingungen des digitalen Wandels, Herausgegeben von der Arbeitsgruppe »Wissenschaftspraxis« im Rahmen der Schwerpunktinitiative »Digitale Information« der Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen, 15 Seiten.

https://doi.org/10.48440/allianzoa.041. Englisch: https://doi.org/10.48440/allianzoa.042

Subscribe to open

… ist ein aktuelles Geschäftsmodell des Buchhandels und kann umgangssprachlich mit „Abonnement to go Open Access“ umschrieben werden. Im Unterschied zu herkömmlichen Abonnements dient die Gebühr, welche Privatpersonen oder Bibliotheken entrichten, nicht der Finanzierung der Lieferung der einzelnen Hefte einer Zeitschrift an die zahlende Person oder Institution bzw. der Einrichtung eines Zugriffs auf eine elektronische Version der Zeitschrift für die Genannten, sondern der Finanzierung der Veröffentlichung aller Beiträge der Zeitschrift, welche dann Open Access öffentlich verfügbar gemacht werden.

Für Bibliotheken ist Subscribe to open eine verblüffend einfache Begegnung mit der Transformation des wissenschaftlichen Publizierens von der eingeschränkten hin zur uneingeschränkten Verfügbarkeit, da die Bearbeitung eines Subscribe to open-Abonnements nahtlos bis unmerklich in bestehende Geschäftsgänge integriert werden kann. Bisher sind Subscribe to Open-Abonnements noch Ausnahmen im Bibliotheksalltag; mit sogenannten Transformationsverträgen dominieren kompliziertere Formen des Umgangs mit der Transformation. Aber dazu später einmal mehr.

 

Nationallizenzen von außerhalb nutzen

„Nationallizenzen“ sind mittlerweile ein geläufiger Begriff für eine Vielzahl von Datenbanken, digitalen Textsammlungen, elektronischen Zeitschriften und E-Books, die durch die Finanzierung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) deutschlandweit für Wissenschaftler, Studierende und wissenschaftlich interessierte Privatpersonen zur Verfügung gestellt werden.

Der Zugang wird auf dem Campus der Universität Erfurt mit all ihren Standorten in Erfurt und Gotha gewährleistet. In dieser Zeit erhalten wir jedoch häufig die Frage nach dem Zugriff auf elektronische Ressourcen von außerhalb des Campus. Für die Nationallizenzen ergeben sich hier verschiedene Möglichkeiten:

Zugang via Shibboleth

Einige Titel, die als Nationallizenz angeboten werden, sind über das Authentifizierungsverfahren Shibboleth von außerhalb erreichbar, z.B. Early English Books Online des Anbieters Proquest. Nach der Authentifizierung als Angehörige/r der Universität Erfurt und dem persönlichen Login erhält man Zugang.  Registrierung als Nationallizenz-Einzelnutzer

Wo der Zugang über Shibboleth nicht möglich ist, können sich Einzelpersonen mit ständigem Wohnsitz in der Bundesrepublik Deutschland persönlich für den Zugriff auf Nationallizenz-Produkte registrieren lassen, z.B. für Americas Historical Newspapers. Die Registrierung erfolgt in mehreren Schritten, die teilweise online im Internet durchgeführt werden, teilweise aber der Schriftform bedürfen und über den Postweg abgewickelt werden. Die Registrierung ist jeweils für ein Jahr gültig und kann verlängert werden.

Weitere Informationen und Erstanmeldung:
http://www.nationallizenzen.de/einzelnutzer-anmeldung

Login für registrierte Einzelnutzer:
https://nl.zugang.nationallizenzen.de/han/2355de5e-7bbe-e699-9544-da90854ee691

Ein weiteres Beispiel, Zugänge zu Nationallizenzen zu erhalten, liefert die ZB MED, Informationszentrum Lebenswissenschaften. Sie erlaubt für eine kleine Auswahl von Nationallizenzen, z.B. für Karger E-Journals, die Nutzung des Fernzugriffs mit einem virtuellen Bibliotheksausweis.
Weitere Informationen: https://www.zbmed.de/recherchieren/e-books-und-e-journals/fernzugriff/

Zur Übersicht der Nationallizenzen in DBIS mit Hinweisen zum Zugang bei der Inhaltsbeschreibung der einzelnen Produkte

 

Presserecherche mit Nexis Uni

Sie benötigen Artikel zu aktuellen Nachrichtenthemen aus verschieden Tageszeitungen, um Standpunkte miteinander vergleichen zu können? Oder sind auf der Suche nach internationalen Pressemeldungen aus dem Bereich Wirtschaft, Politik oder Recht?

Die Datenbank Nexis Uni beinhaltet tagesaktuellen Zugang zu über 17.000 Zeitschriften, Magazinen und Zeitungen aus aller Welt – auf dem Campus der Universität. Über eine Oberfläche können alle Quellen durchsucht werden, ebenso lässt sich gezielt eine Publikation durchsuchen. Das Portal bietet Zugang zu einigen der auflagenstärksten internationalen Zeitungen wie „The New York Times“, „The Times“, „Le Monde“ und „El País“ sowie aus dem D-A-CH-Raum „Der Standard“, „Neue Züricher Zeitung“ und „Die Zeit“. Präsentiert werden die Artikel zwar nicht im Originallayout der Printausgabe, sondern als reine Textfassung, dafür ist diese als PDF speicherbar und im Volltext durchsuchbar.

Weitere Pluspunkte von Nexis Uni sind:

  • Umfangreiche Filtermöglichkeiten, u.a. nach Branchen, Regionen und Quellen
  • Artikel lassen sich per Mail teilen und direkt in Google Drive und One Drive abspeichern
  • Je nach Zeitungstitel ein Archiv ab den frühen 90er Jahren

Die FAZ und die Süddeutsche sind nicht enthalten, doch auch die Archive dieser Zeitungen sind in der Bibliothek verfügbar. Werfen Sie bei Interesse gerne einen Blick in die weiteren Zeitungsdatenbanken der UB Erfurt.