Reihe “Digitale Werkzeuge”: Tropy Fotomanagement

In dieser Reihe stellen wir digitale Hilfsmittel vor, die für die Arbeit an der Universität Erfurt nützlich sein können – für die Forschung, kollaboratives Arbeiten oder die (Selbst)Organisation. Bei Fragen rund um diese Themen steht Ihnen die Koordinatorin für Digital Humanities der Universität Erfurt zur Verfügung, deren Büro in der Universitätsbibliothek angesiedelt ist (https://www.uni-erfurt.de/bibliothek/forschungsunterstuetzende-dienste/digital-humanities/).

Tropy – reasearch photo management

Tropy ist eine kostenlose Open-Source-Software, die es ermöglicht, fotografisches Forschungsmaterial zu organisieren und zu beschreiben. Nachdem man seine Fotos in Tropy importiert hat, kann man sie zu Objekten kombinieren (z.B. Fotos der drei Seiten eines Briefes zu einem einzigen Objekt) und in Listen gruppieren. Man kann den Inhalt eines Fotos beschreiben, indem man eine oder mehrere Notizen hinzufügt; eine Notiz könnte zum Beispiel die Transkription eines Dokuments sein. Mit Tropy kann man Fotos auch mit Tags versehen. Tropy verwendet anpassbare Metadatenvorlagen mit mehreren Feldern für verschiedene Eigenschaften des Inhalts des Fotos, z.B. Titel, Datum, Autor, Box, Ordner, Sammlung, Archiv. Mit einer Suchfunktion kann man Informationen in seinen Fotos anhand von Metadaten, Tags und Notizen finden.

Tropy ist keine Fotobearbeitungssoftware (wie z.B. Photoshop). Es bietet nur grundlegende Bearbeitungsfunktionen (Drehen, Beschneiden, Zoomen und einige andere), die ausreichen, um den Inhalt eines Fotos lesbar zu machen.

Tropy ist kein Zitatmanager (wie z.B. Zotero). Es erfasst keine Metadaten aus Online-Katalogen oder Suchhilfen. Es erzeugt keine Zitate zur Verwendung in Textverarbeitungssoftware.

Tropy ist keine Plattform für die Texterstellung (wie z.B. DEVONthink). Man kann zwar an Fotos angehängte Notizen zu machen, aber man kann es nicht zur Erstellung anderer Arten von Dokumenten verwenden.

Tropy ist keine Plattform, um Forschung online zu präsentieren (wie z.B. Omeka). Es läuft auf dem persönlichen Computer, nicht auf einem Server.

Tropy arbeitet derzeit mit den Dateiformaten PG/JPEG, PNG, SVG, TIFF, GIF, PDF und JP2000.

Download unter https://tropy.org (für Linux 64-bit, Windows 64-bit und macOS unter Creative Commons Attribution 4.0 International License)

Screenshot aus Tropy

Stanford Encyclopedia of Philosophy

Die Stanford Encyclopedia of Philosophy (SEP) gilt als eines der besten frei zugänglichen philosophischen Lexika im Internet. Alle Einträge zu Personen und Fachtermini werden von Fachwissenschaftlern und -wissenschaftlerinnen erstellt und von den Herausgebern gegengeprüft (Peer-Review). Das Besondere dieses elektronischen Lexikons ist, dass die mittlerweile mehr als 1600 Einträge immer wieder aktualisiert und ergänzt werden.

Die Bibliothek ermöglicht den  Zugang zu dieser Enzyklopädie über das Datenbanksystem DBIS. 

Kostenfreie Webinare bei juris

Vom 30. Januar bis 26. März 2020 bietet das Rechtsportal Juris wieder kostenlose Webinare für Anfänger und Fortgeschrittene an. Vermittelt werden Tipps und Tricks zur effektiven Suche und zum Umgang mit der Rechercheoberfläche des Portals. Im virtuellen Seminarraum besuchen Sie eine Online-Schulung bequem vom eigenen Schreibtisch aus. Sie sehen den Bildschirm des Referenten und verfolgen seine Präsentation in Echtzeit. Es besteht die Möglichkeit, über verschiedene Wege in direktem Kontakt mit dem Seminarleiter und anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmern zu kommunizieren.

Eine Übersicht der Schulungstermine und eine Anmeldung ist über die Homepage des Portals möglich.

 

Reihe “Digitale Werkzeuge”: OpenRefine

In dieser Reihe stellen wir digitale Hilfsmittel vor, die für die Arbeit an der Universität Erfurt nützlich sein können – für die Forschung, kollaboratives Arbeiten oder die (Selbst)Organisation. Bei Fragen rund um diese Themen steht Ihnen die Koordinatorin für Digital Humanities der Universität Erfurt zur Verfügung, deren Büro in der Universitätsbibliothek angesiedelt ist (https://www.uni-erfurt.de/bibliothek/forschungsunterstuetzende-dienste/digital-humanities/).

Heute geht es um

OpenRefine

– ein interaktives Tool zur Bereinigung und Aufbereitung größerer Mengen von Daten. Die Open-Source-Software bietet zahlreiche Möglichkeiten, die größtenteils ohne weitere Programmierkenntnisse in einer tabellenartigen Benutzeroberfläche ausgeführt werden können. Diese hat mit Zeilen und Spalten große Ähnlichkeiten mit Excel-Tabellen (ein „OpenRefine-Projekt“ = eine Tabelle) und stellt verschiedene Arten von Filtern und Facetten zur Verfügung. Das Tool läuft im Browser (auch ohne Internetverbindung) lokal auf dem Rechner.

In OpenRefine können u.a. die Datenformate TSV, CSV, Excel, JSON, XML und RDF verarbeitet werden, außerdem können SQL-Exporte erstellt werden, um die Daten in einer Datenbank weiterzubearbeiten bzw. auszuwerten. Darüber hinaus bietet das Tool die Möglichkeit, die eigenen Daten mit anderen Datenquellen abzugleichen, anzureichern und zu verlinken, z.B. mit Wikidata oder mit der Gemeinsamen Normdatei (GND).

Durch die Arbeit mit OpenRefine bekommt man ein neues Gespür für seine Daten („Exploration“), kann mit ihnen spielen, Inkonsistenzen oder Fehler entdecken.

Hier ein Beispiel für eine Anwendung: Aus einem großen Datenset

  • werden alle leeren Suchanfragen gelöscht
  • werden Leerzeichen am Anfang und Ende der Sucheingabe gelöscht
  • wird der gesamte Text in Kleinbuchstaben umgewandelt.

Alle Operationen geschehen in der Regel nur mit den selektierten Daten. Veränderungen basieren auf einer Kopie des Datensets, so dass sie leicht rückgängig gemacht werden können, Operationsabfolgen können gespeichert und auf andere Datensätze angewendet werden.

OpenRefine ist ein Tool, das bei der Konsolidierung und Transformation von Daten Arbeitsschritte vereinfacht oder bei größeren Datenmengen überhaupt erst ermöglicht.

http://openrefine.org/

https://librarycarpentry.org/lc-open-refine/

https://histhub.ch/histhub-lab-tutorials-zu-openrefine/

Screenshot aus der bisher unpublizierten Abschlussarbeit von Dr. Verena Feistauer im Rahmen der Laufbahnprüfung für Bibliotheksreferendarinnen und Bibliotheksreferendare am Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin: „Wie suchen Nutzer*innen wirklich? Eine Analyse der Suchanfragen im Verbund der Öffentlichen Bibliotheken Berlins (VÖBB)“, S. 10, Abb. 1.

 

 

Fachinformationsdienst (FID) Theologie

Die Fachdatenbank Index Theologicus oder kurz IxTheo ist eine umfassende Bibliographie für Theologie und Religionswissenschaft und versteht sich als kostenloses open access Angebot an die weltweite Fachcommunity. So ist die Datenbank neben Deutsch auch in einer Vielzahl weiterer Sprachen benutzbar. Herausgeber des IxTheo sind die Universitätsbibliothek Tübingen sowie die Evangelisch-Theologische Fakultät Tübingen und die Katholisch-Theologische Fakultät Tübingen. Neben Aufsätzen, Monographien, Datenbanken und Rezensionen können auch Internetlinks recherchiert werden. Eine weitere Besonderheit ist die Suchmöglichkeit nach Bibelstellen und die Suche in hebräischer und griechischer Schrift.

Sofern lizenzrechtlich möglich, kann direkt auf elektronische Volltexte zugegriffen werden. Ferner besteht die Möglichkeit, die Verfügbarkeit eines gefundenen Titels in der eigenen Bibliothek direkt aus der Datenbank heraus zu überprüfen. Zugriff erhalten Sie über das Datenbank-Infosystem (DBIS) der Bibliothek.

Fundgrube für (angehende) Lehrerinnen und Lehrer

Am 5. Oktober wird in jedem Jahr der Weltlehrertag begangen, in Deutschland unterrichten fast 800.000 Lehrerinnen und Lehrer und auch in Thüringen wird mit einer Kampagne für den Beruf geworben. Die Universitätsbibliothek bietet nicht nur Lehramtsstudierenden, sondern auch Referendaren und Referendarinnen sowie bereits aktiven Lehrerinnen und Lehrern ein breites Angebot an Fachliteratur, Fachdatenbanken und anderen Medien wie Filme und CDs an. Fündig werden Interessierte vor allem im Erdgeschoss der Bibliothek im Bereich D:Pädagogik. Auch unsere zahlreichen Fachdatenbanken können eine wahre Fundgrube für Unterrichtsmaterialien aller Art und fachliche Literatur sein.