Die Bibliothek DEALt

Ende März ist die Universität Erfurt auf Empfehlung der Universitätsbibliothek dem ersten sogenannten DEAL-Vertrag, den eine von der Hochschulrektorenkonferenz beauftragte Expertengruppe mit dem international tätigen Verlag  Wiley abgeschlossen hat, beigetreten.

Gegenstand des Vertrages sind rund 1700 Fachzeitschriften des genannten Verlags, die von den Mitgliedern unserer Universität genutzt werden können und in denen sie ohne sonst fällige zusätzliche Gebühren publizieren können.

Neu ist, dass dem Vertrag zwei unterschiedliche „Währungen“ zugrunde liegen, eine reale noch subskriptionsbasierte und eine virtuelle publikationskostenbasierte. Während der dreijährigen Vertragslaufzeit soll beobachtet werden, wie sich die beiden Bepreisungen zueinander verhalten, um daraus Erkenntnisse für die Konfiguration des angestrebten Folgevertrags zu gewinnen, der ausschließlich auf den Publikationskosten basiert sein soll. Deshalb trägt der DEAL-Vertrag auch das Label Transformationsvertrag.

Fernleihe: Jetzt auch Aufsatzbestellung aus E-Journals möglich

Nutzerinnen und Nutzer der Online-Fernleihe kennen das Problem: bisher konnten Aufsätze aus elektronischen Zeitschriften nicht online über den Fernleihkatalog (GVK) bestellt werden.

Seit dem 15.03.2017 ist das möglich. In den Datenbanken GVK, GVK-plus und GÖVK wird der Button „Kopiebestellung“ angezeigt, wenn mindestens eine der teilnehmenden Lieferbibliotheken Nutzungsrechte an der Zeitschrift hat. In diesen Fällen können Aufsätze aus elektronischen Zeitschriften zeitsparend und bequem über die gewohnte Online-Fernleihe bestellt werden.

Für Fragen, Kommentare und Rückmeldungen steht das Personal an den Informationstheken der Bibliothek gern zur Verfügung.

DigiZeitschriften

DigiZeitschriften versteht sich als Service für das wissenschaftliche Arbeiten. Über einen kontrollierten Nutzerzugang können Studierende und Wissenschaftler auf Kernzeitschriften der deutschen Forschung zugreifen. Der Zugang erfolgt über Bibliotheken und wissenschaftliche Einrichtungen, die DigiZeitschriften subskribiert haben.

Angeboten werden retrospektiv digitalisierte wissenschaftliche Zeitschriftenbestände. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Kernzeitschriften der deutschen Forschung mit langer Forschungstradition und kontinuierlichem Erscheinungsverlauf. Die Zeitschriften werden von ihrem ersten Erscheinungsjahr an vollständig retrodigitalisiert, die letzten Jahrgänge sind zum Schutz der laufenden Abonnements der Verlage nicht enthalten (sog. Moving Wall).

Das Angebot teilt sich in einen zugangsbeschränkten Bereich sowie in den frei zugänglichen Open-Access-Bereich.

digizeitschriften

Directory of Open Access Journals DOAJ

Das Directory of Open Access Journals (DOAJ) ist ein von der Universitätsbibliothek Lund (Schweden) betriebenes Verzeichnis von elektronischen Zeitschriften, die nach den Grundsätzen des Open Access im Internet frei zugänglich sind.

Aufgenommen werden wissenschaftliche Fachzeitschriften mit Qualitätskontrolle (community-curated), die kostenfrei sofort nach Erscheinen zur Verfügung stehen. Derzeit umfasst das Verzeichnis ca. 9.000 Open Access Journals mit Beiträgen im Volltext aus allen Bereichen der Wissenschaft.

DOAJ

E-Mail-Alert bei elektronischen Zeitschriften

Die Lektüre von Zeitschriftenaufsätzen ist wichtig, wenn man sich zu einem bestimmten Thema auf dem Laufenden halten will und aktuelle Forschungsergebnisse und Entwicklungen erfahren möchte. Früher war das durch konsequentes Durchblättern der neuesten Hefte sehr aufwändig. Mittlerweile gibt es bei elektronischen Zeitschriften eine viel komfortablere Lösung: viele bieten Dienste an,  mit denen man sich per E-Mail oder über einen RSS-Feed die Inhaltsverzeichnisse aktueller Hefte und Abstracts neuer Artikel senden lassen kann, so zum Beispiel bei der Zeitschrift “Child Language Teaching and Therapy” von Sage Journals. Zu erkennen sind solche Dienste auf den Seiten der elektronischen Zeitschrift meist unter der Bezeichnung ToC-Alert, E-Mail-Alert oder RSS. In vielen Fällen muss man zunächst ein persönliches Konto beim jeweiligen Anbieter der Zeitschrift anlegen und die E-Mail-Adresse hinterlegen. Einem entspannten Lesen der neuesten Artikel zu seinem wissenschaftlichen Lieblingsthema steht damit nichts mehr im Wege.

"Child Language Teaching and Therapy"