Spaß bei der Aristoteles-Lektüre

Ab dieser Woche wird für drei Monate eine Handschrift der Bibliotheca Amploniana in der eigens dafür gebauten Buchvitrine Stadtmuseum ausgestellt. Nach sechs Wochen wird geblättert.

Gezeigt wird zunächst der Anfang von Aristoteles‘ zweitem Buch „Über Entstehen und Vergehen“, welcher mit einer kunstvollen Gold-Initiale gestaltet ist. Ein Gelehrter mit spitzem Hut – so stellte sich der Illuminator offenbar Aristoteles vor – präsentiert ein Buch mit einem Kopert-Einband, einer Art Taschenbuch des Mittelalters:

Ab Mitte Juli müssen Sie etwas genauer hinschauen: ganz klein am Rand zeigen ein Mann mit spitzem Hut, ein Hund oder ein kleiner Drache inhaltliche Querverweise an – mit solch lustigen Zeichnungen konnte man bei der Aristoteles-Lektüre auch Spaß haben!


Schauen Sie sich die kostbare Pergamenthandschrift aus der 2. Hälfte des 13. Jahrhunderts gerne im Original an:
„Haus zum Stockfisch“, Johannesstraße 169
Dienstag bis Sonntag 10.00 bis 18.00 Uhr

Dr. Katrin Ott, Leiterin des Bereichs Sondersammlungen der Universitätsbibliothek Erfurt

 

Gesucht: Aushilfskräfte im Benutzungsbereich (w/m/d)

  • Sie schätzen die Bibliothek als Lern- und Arbeitsort?
  • Sie nutzen Bücher, E-Books, elektronische und gedruckte Zeitschriften?
  • Sie freuen sich über lange Öffnungszeiten am Abend und am Wochenende?
  • Sie möchten gerne dazu beitragen, dass die Bibliothek abends und am Wochenende ein angenehmer Lernort ist, und dabei auch noch Geld verdienen?
  • Warum dann nicht als Aushilfskraft in der Bibliothek arbeiten?

In der Universitätsbibliothek sind ab 1. August 2026 unbefristete Stellen im Umfang von 7 Wochenstunden zu besetzen. Wir freuen uns über Ihre Bewerbung bis zum 7. Juni 2026 über das in der Stellenausschreibung angegebene Bewerbungsportal.

Bei Fragen können Sie sich gerne an Frau Ziebarth (Tel.: 0361/737 5703, E-Mail: information.ub@uni-erfurt.de) wenden.

Geocaching: Schatzsuche in der UB Erfurt

Geocaching ist eine moderne Form der Schatzsuche. Die Verstecke werden anhand geographischer Koordinaten mit Hinweisen im Internet veröffentlicht. Die „Schätze“ oder auch Geocaches können anschließend mithilfe eines GPS-Empfängers (z.B. ein Smartphone) in der realen Welt gesucht werden.

Wussten Sie, dass in der Universitätsbibliothek Erfurt ein Geocache versteckt ist? Eingerichtet wurde er bereits im Februar 2019 von nicht näher benannten Geocachern mit dem Titel „Wissensdurst“. Seitdem hat das virtuelle Logbuch der zentralen Geocaching-Datenbank 70 Besuche verzeichnet – der letzte Eintrag stammt vom 24. April 2026.

Neugierig geworden? Auf geht’s zur Suche nach dem Schatz!

Bild teilweise mit KI generiert

Weitere Informationen:

Katja Freudenberg

 

Oxford Research Encyclopedias: American History

Ganz neu bietet die Universitätsbibliothek den Zugriff auf die nicht nur für Historiker*innen wichtige Datenbank Oxford Research Encyclopedia of American History an. Enthalten sind von Expert*innen verfasste und geprüfte Überblicksartikel zu verschiedensten Themengebieten der amerikanischen Geschichte. Die Autor*innen der jeweiligen Einträge sind benannt und die Artikel entsprechend referenziert. Die Enzyklopädie wird regelmäßig durch neue oder überarbeitete Einträge sowie neu erstellte Überblicksartikel ergänzt.

Themengebiete umfassen:

20th Century: Post-1945 | 20th Century: Pre-1945 | African American History | Antebellum History | Asian American History | Civil War and Reconstruction | Colonial History | Cultural History | Early National History | Economic History | Environmental History | Foreign Relations and Foreign Policy | History of Science and Technology | Labor and Working Class History | Late 19th-Century History | Latino History | Legal History | Native American History | Political History |Pre-Contact History | Religious History | Revolutionary History | Slavery and Abolition | Southern History | Urban History | Western History | Womens History

Aus den Überblicksartikeln heraus ist über die Keywords der Zugriff auf zahlreiche weitere frei verfügbare Beiträge zum jeweiligen Thema möglich:

Am Ende eines Beitrags finden sich weiterführende Links und Literaturempfehlungen, deren Verfügbarkeit in der Bibliothek unmittelbar überprüft werden kann:

Die Datenbank wurde zunächst für ein Jahr abonniert und kann im Campusnetz sowie für alle Mitglieder via eduVPN auch von außerhalb des Campus genutzt werden.

Sabine Ziebarth

 

Wortschatz Bibliothek. Heute: Inkunabel, die; -n

Unter Inkunabeln versteht man im Buch- und Bibliothekswesen die frühesten Drucke nach Erfindung des Buchdrucks (ca. 1453) bis einschließlich 1500. „Inkunabula“ bedeutet übersetzt aus dem Lateinischen „Wiege, Windel, Geburtsort“, benutzt wird auch der Begriff „Wiegendrucke“ für diese frühen Erzeugnisse des Buchdrucks.
Typisch für Inkunabeln ist die noch starke Anlehnung an die bis dahin übliche Gestaltung von Handschriften: es gibt kein Titelblatt bzw. es bildet sich langsam heraus; im Incipit werden die ersten Worte oder Sätze eines Werks genannt (oft hervorgehoben im Text); Auskünfte zum Erscheinungsort, Drucker oder dem Druckdatum befinden sich im Kolophon, einem Vermerk am Ende des Drucks, welches die eindeutige Identifikation des Werks ermöglicht; manchmal werden Initialen farbig per Hand nachgetragen und im Text selbst gibt es häufig Abkürzungen, wie sie in Handschriften gebräuchlich waren.
Die Auflagenhöhe lag durchschnittlich bei 400 bis 500 Exemplaren, bei einzelnen „populären“ Titeln konnten es durchaus bis zu 1000 Stück sein.

Die wohl bekannteste Inkunabel ist die 42-zeilige Gutenberg-Bibel, welche zwischen 1452 und 1454 gedruckt wurde. Bekannt als „Gutenberg-B42“ enthält sie das Alte und das Neue Testament, der Text ist zweispaltig mit 42 Zeilen gesetzt worden. Die Auflage betrug etwa 180 Exemplare, davon ca. 30 Stück auf Pergament gedruckt. Sie wurde in der Druckerei des Johannes Gutenberg mit Hilfe seines Mitarbeiters Peter Schöffer (und ca. 20 anderen in der Offizin angestellten Druckern) hergestellt, unterstützt durch finanzielle Zuwendungen von Johannes Fust.

Eine ebenfalls sehr ansehnliche Inkunabel ist die Schedelsche Weltchronik von 1493 (Zusammensteller Hartmann Schedel), deren deutschsprachige Ausgabe von 1493 sich auch im Bestand der Universitätsbibliothek befindet.(UB Erfurt, Dep. Erf., I. 2° 232). Ausgestattet ist sie mit zahlreichen Holzschnitten der Künstler Michael Wolgemut und Wilhelm Pleydenwurff.
Geschildert wurde die Schöpfungsgeschichte bis zum Zeitpunkt der Entstehung der Chronik. Neben historischen Begebenheiten sind biblische und mythologische Erzählungen, Naturkatastrophen wie Erdbeben, Fluten usw., kurze Porträts bedeutender Personen und zahlreiche Städteansichten zu finden.
Gezeigt wird eine doppelseitige Darstellung der Stadtansicht von Erfurt:

Eine nachträglich kolorierte Abbildung der Schöpfungsgeschichte finden wir in der Inkunabel UB Erfurt, Dep. Erf., I. 4° 336 (01): Die Bibel zu teutsch getrukt .., Teil 1.

Insgesamt befinden sich etwa 650 Bände mit Inkunabeln im Bestand der UB Erfurt, welche aus zahlreichen Provenienzen – aus dem Collegium Amplonianum, aus der alten Universitätsbibliothek, den ehemaligen klösterlichen Bibliotheken und der Boineburgschen Bibliothek stammen.

Andrea Langner

Discovery jetzt auch als App

Discovery, das Suchportal der Universität Erfurt für wissenschaftliche Literatur, gibt es ab sofort auch als App.

Die App ist kostenlos zum Download in den gängigen App Stores von Google (Android) und Apple (iOS) erhältlich. Alle Inhalte und Funktionen der Browser-Version sind auch in der App vorhanden, dazu gehören:

  • Recherchieren im Bestand der Universitätsbibliothek Erfurt und der Forschungsbibliothek Gotha
  • elektronische Ressourcen finden und nutzen
  • den Standort und die Verfügbarkeit gefundener Literatur einsehen, bestellen und vormerken
  • Exportieren, Drucken und Speichern von Treffern, Feedback an die Bibliothek geben
  • das Bibliothekskonto einsehen und verwalten, die Leihfrist verlängern
  • Anmeldedaten, Suchverlauf und Favoriten auf dem Gerät speichern

Als Mehrwert für die App kommen moderne Nutzungs- und Navigationsmöglichkeiten hinzu, wie z.B. die Suche per Spracheingabe oder das klassische Swipen zwischen einzelnen Treffern.

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