Im Sommersemester bietet die UB Erfurt wieder Einführungskurse in die Literaturverwaltung mit Citavi an. Treffpunkt ist der Vortragsraum im EG der Bibliothek, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Kursinhalte sind:
Aufbau und Bedienung von Citavi
Literaturquellen und elektronische Volltexte in Citavi übernehmen, Citavi Picker
Literaturauswertung und Wissensorganisation (Zitate einpflegen)
Übernahme in Word-Dateien
Termine im Sommersemester 2026:
Montag, 20. April: 12.15 Uhr – 13.45 Uhr
Dienstag, 19. Mai: 10.15 Uhr – 11.45 Uhr
Mittwoch, 17. Juni: 12.15 Uhr – 13.45 Uhr
Donnerstag, 9. Juli: 14.15 Uhr – 15.45 Uhr
Sie können während der Veranstaltung an den Terminals im Vortragsraum mit Citavi arbeiten. Bei eigenen Endgeräten Citavi bitte vor der Schulung selbst installieren: http://www.citavi.com/uni-erfurt.
Zur Nutzung von Citavi auf einem Mac wird eine Virtualisierungslösung benötigt. Weitere Hinweise dazu gibt es im Citavi Support.
Mit Abbildungen von Frühblühern aus Alten Drucken der Universitätsbibliothek Erfurt möchten wir auf die Gattung „Kräuter- oder Pflanzenbücher“ im Altbestand aufmerksam machen.
Wieso werden nun aber Schneeglöckchen, Hyazinthen oder Narzissen in Kräuterbüchern abgebildet?
Die Kräuterbücher des 15. und 16. Jahrhunderts fungierten als „Pflanzenbestimmungsbücher“ für alle bekannten Pflanzen, also auch Bäume, Sträucher, Nutz- und Zierpflanzen. Ihr Habitus wurde möglichst genau beschrieben, um die Pflanze in ihrer natürlichen Umgebung eindeutig erkennen zu können.
Noch wichtiger war allerdings die Schilderung ihres Nutzens bei der Behandlung bzw. in der Vermeidung von Krankheiten. Die Anwendung botanischer Kenntnisse als Teil medizinischer Behandlungen wurde schon von Ärzten der griechischen und römischen Antike beschrieben; diese Beschreibungen in Handschriften waren aber oftmals nur in Fragmenten vorhanden und wenigen Kundigen zugänglich.
Mit der weiteren Verbreitung in gedruckten Büchern erschienen die Werke der antiken Autoren wie Krateuas oder Dioskurides in ihrer Originalsprache, später auch in Übersetzung. Während sich die antiken Autoren besonders mit der Pflanzenwelt ihres mediterranen Lebensraumes befasst hatten, erweiterten die Wissenschaftler und Ärzte ab dem 15. Jahrhundert die Beschreibungen um die Pflanzen ihrer eigenen Heimat und setzten sich durchaus kritisch mit den Beschreibungen der antiken Autoren auseinander.
Die Kräuterbücher der frühen Neuzeit orientierten sich im Aufbau an den antiken Vorbildern, indem Bilder der Pflanzen (Holzschnitte, manchmal koloriert) gezeigt wurden, gefolgt vom Aufbau der Pflanzen, ihrer Herkunft und Nutzen bzw. Anwendung. Um die Suche nach Pflanzen oder Krankheiten für den Leser zu erleichtern, wurden in den gedruckten Büchern nun häufig Register eingefügt.
Im Lauf der Jahre wurde auch mehr Wert auf die eindeutige Identifizierung der dargestellten Pflanzen gelegt.
Narzisse im „Ortus Sanitatis“ (1497)
Während in der 1497 in Straßburg erschienenen Inkunabel „Ortus Sanitatis …“ (I. 4° 354) (Digitalisat) noch sehr phantasievolle Bilder (durchaus auch für unterschiedliche Pflanzen derselben Gattung, die sich ähnlich sahen) gezeigt wurden, legen später tätige Autoren mehr Wert auf Details.
„Kreutterbuch Deß Hochgelehrten und weitberühmbten Herrn D. Petri Andreae Matthioli …“ – ergänzte und erweiterte Ausgabe von 1611 mit verschiedenen Narzissen
So kann man mit den naturgetreuen Abbildungen in Pietro Mattiolis „Kreutterbuch“ (13-Ma. 2° 23t) (Digitalisat), welches drei Register enthält und durch Georg Handsch ins Deutsche übersetzt und von Joachim Camerarius ergänzt worden ist, auch heute in freier Natur ohne Schwierigkeiten Pflanzen identifizieren.
Dasselbe gilt für die großformatigen und detaillierten Illustrationen im „NEw Kreüterbůch …“ (13-Nb. 2° 1301e) von Leonhart Fuchs (Digitalisat), welches schon im Jahr 1543 in Basel erschien.
Schneeglöckchen aus dem „NEw Kreüterbůch …“ von 1543
Die African Studies Library ist das Fachportal für interdisziplinäre Afrikastudien aus dem Bereich der Geistes- und Sozialwissenschaften. Dabei handelt es sich um ein von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördertes und an der Bibliothek der Goethe-Universität Frankfurt/Main angesiedeltes Projekt. Seit Februar 2026 präsentiert sich das Portal mit einer neuen Benutzeroberfläche.
Hervorzuheben ist ein zentrales Rechercheportal Discovery für eine integrierte Katalogsuche in nationalen und internationaler Bibliotheksbeständen.
Darüber hinaus gibt es einen Blog, einen Newsletter und die Möglichkeit für Forschende, sich mit der internationalen Community zu vernetzen.
Folgende lizensierte Datenbanken sind über das Portal oder über DBIS zugänglich, teilweise mit kostenfreier persönlicher Registrierung:
African Books Collective
African Writers Series
Apartheid: Global Perspectives, 1946-1996
Corpus de la première littérature francophone de l’Afrique noire
Sabinet: ein Paket wissenschaftlicher Zeitschriften des südafrikanischen Anbieters Sabinet.
The African Studies Library is a project aiming at interdisciplinary African Studies in the field of humanities and social sciences. It is funded by the German Research Foundation (DFG) and hostet at the Goethe University Library in Frankfurt/Main. Since February 2026 the portal presents itself with a new user interface.
Notable is a central research portal Discovery for an integrated catalog search in national and international library holdings.
In addition, there is a blog, a newsletter, and the possibility for researchers to network with the international community.
The following licensed databases are accessible through the portal or via DBIS. In some cases a free personal registration is required:
African Books Collective
African Writers Series
Apartheid: Global Perspectives, 1946-1996
Corpus de la première littérature francophone de l’Afrique noir
Sabinet: a package of scientific journals from the South African provider Sabinet.
Ein Lebensbaum im Stadtmuseum: wachsen die darin sitzenden Figuren wirklich aus dem Schlafenden heraus? Welche traditionsreiche Geschichte dahintersteckt, erfahren Sie, wenn Sie die Ausstellung besuchen. In der Amploniana-Vitrine wird das erste Blatt der Handschrift Dep. Erf., CA 2° 54 für sechs Wochen der Öffentlichkeit präsentiert.
Im April 2026 wird umgeblättert. Dann können Sie erleben, was scheinbar „normale“ mittelalterliche handgeschriebene Textseiten für neugierige Augen zu bieten haben; mit dabei sind einige interessante Details zum Herstellungsprozess einer mittelalterlichen Handschrift.
„Haus zum Stockfisch“, Johannesstraße 169
Dienstag bis Sonntag 10.00 bis 18.00 Uhr.
Für Studierende der Universität Erfurt ist der Eintritt frei!
Dr. Katrin Ott, Leiterin des Bereichs Sondersammlungen der Universitätsbibliothek Erfurt
Lehrende der Universität können wie gewohnt Semesterapparate für das kommende Sommersemester 2026 anlegen und auf Wunsch bestehende Apparate über aktuelle Semester hinaus verlängern. Für das Anlegen stehen zwei Optionen zur Verfügung:
1. Ein elektronischer Semesterapparat in Moodle
Die Aktivität „Semesterapparat“ kann im eigenen Kurs auf der Lernplattform Moodle über „Aktivität oder Material anlegen“ digital angelegt und selbst verwaltet werden. Hier können die Formen der Literaturbereitstellung für die Studierenden gemischt werden:
Digital: Die Mitarbeitenden der Bibliothek werden beauftragt, Seiten aus Werken zu scannen und diese als PDF-Datei in Moodle zu Verfügung zu stellen. Es sind Scans von bis zu 15 % eines Werkes und Zeitschriftenaufsätze komplett möglich (§ 60a UrhG).
Physisch: Die Werke werden von den Mitarbeitenden der Bibliothek auf der 2. Etage der UB zur Verfügung gestellt.
Als Link (Externes Dokument): Handelt es sich bei dem Werk um eine (ggf. im Uni-Netzwerk) frei zugängliche Quelle oder um eine bereits vorhandene PDF-Datei des Lehrenden, kann der Link zum Werk selbst einfügt werden.
Die Kurserstellung für Sommersemester 2026 und somit auch die Erstellung eines digitalen Semesterapparates ist in Moodle möglich. Eine detaillierte Bearbeitungsanleitung ist in der Aktivität „Semesterapparat“ verlinkt.
2. Ein klassischer Semesterapparat
Semesterapparate können ebenso per Formular in der Bibliothek beauftragt und damit ausschließlich in Form von gedruckten Büchern auf der 2. Etage der UB zur Verfügung gestellt werden.
Die Semesterapparate, sowohl elektronisch als auch per Formular beantragt, werden pünktlich zum Semesterbeginn von den Mitarbeitenden der Bibliothek bereitgestellt.
Das Thüringer Kompetenznetzwerk Forschungsdatenmanagement (TKFDM) veranstaltet zum siebten Mal in Folge den Wettbewerb „FAIRest Dataset“.
Gesucht wird: der FAIRste Datensatz in Thüringen
Sie oder Ihre Forschungsgruppe haben einen Datensatz publiziert, der den FAIR-Prinzipien entspricht? Dann beteiligen Sie sich am 7. FAIRest Dataset Award! Das Thüringer Kompetenznetzwerk Forschungsdatenmanagement (TKFDM) prämiert den Datensatz, der die FAIR-Prinzipien am besten umsetzt mit einem Preisgeld von bis zu 2000 Euro. Die FAIR-Prinzipien wurden 2016 veröffentlicht und sollen dazu beitragen, die Auffindbarkeit, Zugänglichkeit, Interoperabilität und Nachnutzbarkeit von Forschungsdaten zu verbessern.
Die Gewinner bekommen Gelegenheit, ihre Institution und ihr Projekt im Rahmen der Preisverleihung im Juni 2026 zu präsentieren.
Teilnahmebedingungen
Vom 15. Februar bis zum 15. April 2026 haben alle Wissenschaftler/innen an Thüringer Hochschulen die Möglichkeit ihre veröffentlichten Datensätze einzureichen, sofern diese nicht bereits in den Vorjahren prämiert wurden. Die eingereichten Datensätze werden von den Mitgliedern des Thüringer Kompetenznetzwerks Forschungsdatenmanagements anhand der FAIR-Prinzipien bewertet.
Nähere Informationen zum Wettbewerb und den Teilnahmebedingungen finden Sie hier.