Geocaching: Schatzsuche in der UB Erfurt

Geocaching ist eine moderne Form der Schatzsuche. Die Verstecke werden anhand geographischer Koordinaten mit Hinweisen im Internet veröffentlicht. Die „Schätze“ oder auch Geocaches können anschließend mithilfe eines GPS-Empfängers (z.B. ein Smartphone) in der realen Welt gesucht werden.

Wussten Sie, dass in der Universitätsbibliothek Erfurt ein Geocache versteckt ist? Eingerichtet wurde er bereits im Februar 2019 von nicht näher benannten Geocachern mit dem Titel „Wissensdurst“. Seitdem hat das virtuelle Logbuch der zentralen Geocaching-Datenbank 70 Besuche verzeichnet – der letzte Eintrag stammt vom 24. April 2026.

Neugierig geworden? Auf geht’s zur Suche nach dem Schatz!

Bild teilweise mit KI generiert

Weitere Informationen:

Katja Freudenberg

 

Digitalisierung der Amploniana-Handschriften abgeschlossen

Das Team des Bereichs Sondersammlungen freut sich über einen besonderen Projekterfolg: Die knapp tausend Handschriften der Bibliotheca Amploniana sind digitalisiert! Mit Förderung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) wurden innerhalb von 36 Monaten ca. 330.000 Scans von zwei Digitalisierungskräften in zwei Schichten angefertigt. Um sie herum ein Team von fünf Mitarbeiterinnen, das in einem fein ausgefeilten und eng verzahnten Workflow alles dafür tat, dass die Digitalisate der internationalen Forschung und der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden, und zwar in der durch die Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek Jena (ThULB) bereitgestellten Digitalen Historischen Bibliothek.

Der Workflow sah die folgenden Arbeitsschritte vor:

„Ausheben“ ist der bibliothekarische Fachbegriff dafür, dass man Bücher – in diesem Fall mittelalterliche Codices – aus dem Regal holt. Die konservatorische Sichtung führte in den meisten Fällen zu restauratorischen Maßnahmen, wie zum Beispiel der Trockenreinigung mit speziellen Pinseln, Schwämmen und Schmutzradierern an einer Absauganlage; vielfach mussten Blätter oder Fragmente geglättet, Blattteile gesichert und in früheren Zeiten auf Texte aufgeklebte Signaturschilder gelöst werden. 16 Handschriften mussten aufwendig durch externe Werkstätten restauriert werden; dafür wurden in der Projektlaufzeit Fördermittel in Höhe von 25.500 € beantragt und bewilligt. Die konkrete Vorbereitung für die Digitalisierung umfasste zunächst die Foliierung, was bedeutet, dass man vorhandene Blattzählungen (nicht Seitenzählungen) überprüfte, korrigierte oder ergänzte; sodann wurden auf einem Laufzettel die Parameter und die zu berücksichtigenden Besonderheiten für die Digitalisierung festgelegt. Nach dem Scannen erfolgte eine strenge Qualitätskontrolle, die ggf. zu einem Rescan führte. Erst nach der Freigabe durch die Qualitätskontrolle konnte der Upload in die Digitale Historische Bibliothek erfolgen, wo die Dateien strukturiert, mit weiteren Metadaten verknüpft, mit einem URN (einem persistenten Identifier) versehen und dann veröffentlicht wurden.

Die Digitalisierung selbst fand am sog. Grazer Buchtisch statt, einer von einem Österreichischen Buchrestaurator eigens für Handschriften entwickelten Buchwippe, die bestandschonendes Scannen ermöglicht. Die Digitalisierung war eine reine Image-Digitalisierung, das heißt, dass mit einer professionellen Kameraausrüstung (Canon EOS 5DSR mit einem Zeiss Milvus 2/50 mm-Objektiv) Fotos von den einzelnen Handschriftenseiten gemacht wurden. Es wurden zuerst alle rechten Seiten, dann alle linken Seiten gescannt, die Software MultiDotScan brachte die 70 bis 120 MB großen TIFF-Dateien anschließend in die richtige Reihenfolge.

Dass dieses Großprojekt mit allen fein aufeinander abgestimmten Arbeitsschritten so reibungslos und terminlich im geforderten Rahmen durchgeführt werden konnte, ist ein großartiger Erfolg!

Dr. Katrin Ott, Leiterin des Bereichs Sondersammlungen

Neue Webinare bei Juris ab Januar 2026

Ab Januar bietet das Rechtsportal Juris wieder kostenlose Webinare für verschiedene Zielgruppen an. Neben allgemeinen Angeboten für Einsteiger und Fortgeschrittene gibt es auch spezielle Kurse für Studierende und Hochschulangehörige.

Vermittelt werden Tipps und Tricks zur effektiven Suche und zum Umgang mit der Rechercheoberfläche. Im virtuellen Seminarraum besuchen Sie eine Online-Schulung bequem vom eigenen Schreibtisch aus. Sie sehen den Bildschirm des Referenten und verfolgen seine Präsentation in Echtzeit. Es besteht die Möglichkeit, über verschiedene Wege in direktem Kontakt mit dem Seminarleiter und anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmern zu kommunizieren.

Eine Übersicht der Schulungstermine finden Sie auf der Homepage des Portals.

Zugriff auf das Portal ist im Campusnetz der Universität über das Datenbank-Infosystem DBIS möglich.

Sabine Ziebarth

Alle Jahre wieder …

Noch wenige Tage, dann geht die Universitätsbibliothek in eine Weihnachtspause (s. unser Beitrag auf der Bibliotheks-Webseite). Während der Schließzeit vom 24. Dezember bis 1. Januar ist die Bibliothek zwar nicht persönlich, per Mail oder Telefon erreichbar, aber Sie können jederzeit auf unsere Webseite, den Bibliothekskatalog oder als Mitglied der Universität Erfurt auch auf die elektronischen Ressourcen (via VPN oder Shibboleth) von außerhalb des Campus zugreifen. Oder: genießen auch Sie eine Pause vom Hochschulalltag, um mit frischer Kraft in das neue Jahr zu starten.

Wir möchten uns bei allen bedanken, die die Veröffentlichungen in diesem Blog gern und regelmäßig verfolgt haben. Es waren gut 50 Beiträge, die sich mit der Bibliothek und ihren Angeboten, neuen Entwicklungen und Hintergründen beschäftigt haben. Wir freuen uns auf das neue Jahr und auf neue spannende Themen, über die wir an dieser Stelle wieder berichten können.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Universitätsbibliothek Erfurt
wünschen Ihnen
ein frohes Weihnachtsfest, erholsame Feiertage und
alles Gute für ein friedliches Jahr 2026.

Quelle: UB Erfurt, Dep. Erf., LA. 8° 280, f. CLXXIIII

 

Wortschatz Bibliothek. Heute: Schuber, der;

In unserer Rubrik wollen wir heute einen Begriff vorstellen, der vielen sicher geläufig ist, über den es aber auch bibliothekarisch Interessantes zu berichten gibt.

Bei der Suche in Bibliothekskatalogen oder bibliothekarischen Suchportalen hat mancher oder manche vielleicht schon einmal den Hinweis im Schuber gefunden. Na klar: ein Schuber ist ein Karton, in den ein oder mehrere Bücher, Zeitschriften oder Hefte eingeschoben sind. Gerade im Buchhandel wird eine solche Verpackung oft bunt gestaltet und vor allem zu verkaufsfördernden Zwecken nicht nur bibliophiler Bücher verwendet.

In der Bibliothek „schubern“ wir Medien manchmal auch, wenn sie ursprünglich nicht in einer solchen Verpackung verkauft wurden. Dabei sind die von uns verwendeten Schuber weder bibliophil noch künstlerisch gestaltet, sondern grau und unscheinbar. Aber ihre Funktion ist besonders wichtig: sie sind stabil, schützen vor Licht und sind aus säurefreiem Material. So kann die Bibliothek besonders schützenswerte Bücher, Hefte, einzelne lose Schriften und anderes empfindliches Schriftgut langfristig bewahren. Damit erklärt sich auch, warum Sie Medien „im Schuber“ aus dem Magazin bestellen müssen und nur im Lesesaal benutzen können.

Sabine Ziebarth

Bibliotheken sind mehr als Bücherspeicher und ruhige Lernorte …

Längst sind wissenschaftliche und öffentliche Bibliotheken nicht mehr nur Bücherspeicher, sondern stehen mit ihren digitalen, beratenden und räumlichen Angeboten Lehre und Forschung, Leseförderung und Medienbildung sowie allgemeinen Informationsbedürfnissen offen. Meinungsvielfalt und Neutralität sind dabei oberstes Gebot.

Vom 24.-27.06.2025 findet im Messe- und Congress Centrum Bremen der diesjährige Bibliothekskongress statt. Unter dem Motto #BibliothekenEntschlossenDemokratisch lädt der Kongress zur Auseinandersetzung mit aktuellen Herausforderungen einer Gesellschaft im Umbruch und den damit verbundenen Zukunftsfragen des Bibliotheks- und Informationssektors ein.

Wenn Sie einmal wissen wollen, welche Fragestellungen im Bibliothekswesen diskutiert werden, lohnt sich ein Blick ins Programm.