Tag der Bibliotheken

Am Sonntag, den 24. Oktober ist der „Tag der Bibliotheken“.

Der Tag, der 1995 vom damaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker ins Leben gerufen wurde, lenkt alljährlich die Aufmerksamkeit auf die über 9.000 Bibliotheken in Deutschland, macht auf ihr umfangreiches Angebot neugierig und verweist auf die vielfältigen Leistungen als unverzichtbare Kultur- und Bildungseinrichtungen.

Der Deutsche Bibliotheksverband verleiht an diesem Tag den Preis „Bibliothek des Jahres“ sowie seit 2020 die „Bibliothek des Jahres in kleinen Kommunen und Regionen“. In diesem Jahr gehen die Preise an die Stadtbibliothek Paderborn und an das Bibliotheks- und Informationszentrum Haßfurt. Herzlichen Glückwunsch!

Wir wünschen Ihnen einen schönen „Tag der Bibliotheken“ und freuen uns, wenn Sie auch an diesem Tag ausgeliehene Bücher der Bibliothek lesen, die Universitätsbibliothek virtuell oder vor Ort besuchen und vielleicht auch unsere elektronischen Bestände via Shibboleth von Zuhause nutzen.

Weitere Informationen: https://www.bibliotheksverband.de/tag-der-bibliotheken

Blick hinter die Kulissen – Tiefenerschließung in der Sondersammlung

In loser Folge stellen wir im „Lesezeichen“ Bibliotheks-Mitarbeiter*innen und deren Arbeitsbereiche vor, die normalerweise hinter den Kulissen verborgen bleiben – heute im Gespräch mit Sven-Philipp Brandt, der in der Sondersammlung mit Handschriften der Bibliotheca Amploniana arbeitet.

Sie arbeiten innerhalb eines DFG-Projekts in der Sondersammlung der UB Erfurt. Was ist das für ein Projekt, was ist Ihre Aufgabe dabei?

Das Projekt dient der Digitalisierung und Tiefenerschließung von Handschriften der Bibliotheca Amploniana, der Bibliothek des spätmittelalterlichen Gelehrten und Büchersammlers Amplonius. Mein Part ist es, einen Teil der digitalisierten Handschriften – genauer gesagt 118 mit medizinischen Inhalten – zusammen mit dem Leipziger Kollegen Dr. Marek Wejwoda tiefergehend zu beschreiben.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag für Sie aus?

Zunächst muss ich die Handschrift aus dem Tresorraum der Sondersammlung holen. Parallel dazu rufe ich die dazugehörigen Digitalisate am PC auf. Dann kann ich mit Hilfe beider Perspektiven die Erschließung beginnen. Für manches eignet sich das Digitalisat besser, manche Dinge kann man nur am Original erkennen.

Mit einer Handschrift beschäftige ich mich übrigens im Schnitt neun Tage.

Regelmäßig tausche ich mich auch mit den Kolleg*innen aus dem Leipziger Handschriftenzentrum aus, die am Projekt mitarbeiten; Stichwort „Schwarmintelligenz“.

Was wird bei der Tiefenerschließung alles beschrieben, wie gehen Sie vor?

Es geht nicht nur um die Frage, welchen Inhalt die Handschrift hat. Das Ziel ist es auch, ihre Geschichte zu rekonstruieren.

Viele Handschriften, die uns vorliegen kommen aus Norditalien und Südfrankreich. Indikatoren für die Zuordnung sind z.B. die Schrift und der Buchschmuck. In den Einbänden finden sich oft Fragmente aus anderen (damals nicht mehr benötigten) Handschriften oder Urkunden, die Hinweise auf die verschiedenen Stationen des Buches auf dem Weg in die Sammlung des Amplonius geben können.

Bei der Bearbeitung gehe ich von außen nach innen vor. Das heißt zunächst analysiere und beschreibe ich die Größe, den Erhaltungszustand und äußere Auffälligkeiten der Handschrift. Außerdem versuche ich herauszufinden, ob es parallele Texte gibt. Hinweise dazu kann man z.B. in späteren Drucken finden.

Und natürlich gehört es auch zu meinen Aufgaben, den Text bzw. den Anfang und das Ende zu transkribieren, also in unsere heutige Schrift zu übertragen, um sie für die Forschung identifizierbar zu machen.

Alle Ergebnisse der Untersuchung werden dann nach einem festen Schema in einem Textdokument zusammengefasst.

Wo wird man die Arbeitsergebnisse des Projekts sehen können?

Die Digitalisate der Handschriften sind über die Digitale Historische Bibliothek Erfurt/Gotha open access zugänglich. In der Handschriftendatenbank Manuscripta Mediaevalia sowie später im Handschriftenportal der deutschen Handschriftenzentren werden dann auch meine genauen Beschreibungen der jeweiligen Handschriften zu finden sein. Zusätzlich ist eine Veröffentlichung der Ergebnisse in gedruckter Form in einem so genannten Handschriftenkatalog geplant.

Wie kommt man zu dieser doch eher ausgefallenen Tätigkeit, welche Qualifikation bringen Sie mit?

Für die Handschriftenkunde gibt es keine spezifische Qualifikation. Die verschiedenen Wissenschaftler*innen, die sich mit Handschriften beschäftigen, kommen aus unterschiedlichen Richtungen und können sich so sehr gut ergänzen. Ich selbst habe Latein und Geschichte studiert. Schon während des Studiums war Medizingeschichte ein Forschungsthema für mich. Außerdem habe ich in dieser Zeit als Hilfskraft am Handschriften-Zentrum Leipzig gearbeitet und so schon im Studium erste Erfahrungen mit Handschriftenbeschreibungen sammeln können.

Vielen Dank für das Gespräch und den Einblick in Ihre „Detektivarbeit“.

 

Gruppenarbeit in der UB

Ab sofort sind die Arbeitsräume im 2. OG der Bibliothek wieder für Kleingruppen nutzbar. Die Anzahl der Arbeitsplätze pro Raum wurde den geltenden Abstandsregeln angepasst.

Bitte reservieren Sie über unser Buchungssystem UB-Platz (jeweils eine Person für die Gruppe) und beachten Sie die angegebene zulässige Personenzahl. Pro Gruppe sind max. 4 Stunden im Voraus reservierbar.

Unser Personal an der Servicetheke im 2. OG öffnet Ihnen den gebuchten Raum. Der Eltern-Kind-Raum kann weiterhin nur von Eltern mit Kind genutzt werden.

 

 

Open Science Magazin des ZBW Leibnitz-Informationszentrums

Das neue Open-Science-Magazin des ZBW Leibnitz-Informationszentrums Wirtschaft gibt Wirtschaftsforschenden jeden Monat konkrete Praxistipps rund um das Thema Open Science.Es bietet zudem Erfahrungen zu Zweitveröffentlichungen, Replikationen, Präregistrierungen, Open Data, Wissenschaftskommunikation, Open Source etc. Zudem gibt es Worksheets mit konkreten Tipps und Hinweisen. Spannend ist auch der Podcast “The Future is Open Science” mit Interviews und inspirierenden Transformationsideen.

UB bleibt vom 19. bis 26. September geschlossen

Wegen notwendiger Bau- und Wartungsarbeiten bleibt die Universitätsbibliothek vom 19. bis 26. September für den Besucherverkehr geschlossen.

Vom 21.09. bis 24.09. sind wir für Sie telefonisch (10 – 16 Uhr) und per E-Mail erreichbar:

Information    (0361) 737-5800  information.ub@uni-erfurt.de

Ausleihe        (0361) 737-5830 ausleihe.ub@uni-erfurt.de

 

 

 

Due to necessary construction and maintenance work, the University Library will be closed to visitors from 19 to 26 September.
From 21.09. to 24.09. we are available for you by phone (10 a.m. – 4 p.m.) and by e-mail:

Information services   (0361) 737-58 00      information.ub@uni-erfurt.de

Borrowing services     (0361) 737-58 30      ausleihe.ub@uni-erfurt.de

Verkürzte Öffnungszeiten in der Semesterpause

Während der vorlesungsfreien Zeit gelten in der UB vom 1. August bis zum 26. September 2021 verkürzte Öffnungs- und Servicezeiten. Die Bibliothek hat während dieser Zeit Montag bis Freitag 9 – 20 Uhr geöffnet, am Wochenende ist nur samstags geöffnet. Die Servicezeiten der Theken enden um 16 Uhr.

Montag bis Freitag      9 – 20 Uhr
Ausleihe                       10 – 16 Uhr
Information                   10 – 16 Uhr
Sonderlesesaal            nach Voranmeldung
Samstag                      10 – 16 Uhr

 

Das Ausleihen von Medien über die Selbstverbuchungsanlage sowie die Rückgabe von Medien sind während der gesamten Öffnungszeit möglich.

 

 

 

 

 

ebook aus dem Bestand der UB:
https://ebookcentral.proquest.com/lib/ufb/detail.action?docID=6473742

 

During the lecture-free period, the University library will have reduced opening and service hours from 1 August to 26 September 2021. During this time, the library will be open Monday to Friday 9 a.m. – 8 p.m., on weekends it will only be open on Saturdays. The service hours of the counters end at 4 p.m.

Return of media and self-service lendingis possible during all opening hours.