„Nach allen Regeln der Kunst studiert. Lehren und Lernen in sieben Jahrhunderten“

Im laufenden Jahr 2019 feiert die Universität Erfurt das 25jährige Jubiläum ihrer Neugründung. Im Rahmen des Festjahres wird vom 23. bis 24. Mai 2019 eine Tagung mit dem Titel: „Wissenschaft im Umbruch. Erfurt und die Artistenfakultäten um 1500“ stattfinden, die an die lange Schul- und Lehrtradition Erfurts anknüpft. Themen der Tagung sind ausgehend von dem vor 500 Jahren im Jahr 1519 unternommenen Reformversuch die Lehre und der Lehrplan an den Artistenfakultäten der europäischen Hochschulen.

Anlässlich der Tagung wird vom 23. Mai bis 4. Juli eine Ausstellung mit dem Titel: „Nach allen Regeln der Kunst studiert. Lehren und Lernen in sieben Jahrhunderten“ in den Ausstellungsräumen der Universitätsbibliothek Erfurt zu sehen sein, die an Hand ausgewählter Zeugnisse aus dem Erfurter Lehr- und Hochschulbetrieb den Wandel der Lehre an den europäischen Artistenfakultäten aufzeigen wird. Ausgehend von dem spätantiken Modell der sieben freien Künste wird der Bogen über das Pariser Modell des 14. Jahrhundert bis hin zum Eindringen des Humanismus und dem damit verbundenen Methodenwandel gespannt.

Frühjahrsausstellung der Griffelkunst-Vereinigung in der UB Erfurt

Foto: (c) Griffelkunst

Vom 20. Mai bis 02. Juni 2019 werden in der Universitätsbibliothek Erfurt Exponate der Griffelkunst-Vereinigung gezeigt.
Die Griffelkunst-Vereinigung, die nun schon über 90 Jahre Originalwerke renommierter Künstler an ihre Mitglieder abgibt, führt damit ihre Editionsreihen fort. Für alle Mitglieder und Interessenten findet am Dienstag, den 21. Mai zwischen 18 und 20 Uhr ein Besichtigungstermin in der Ausstellung statt, zu dem frühere Wahlblätter ausgegeben und Fragen zur Arbeit der Griffelkunst-Gruppe Thüringen beantwortet werden.
Die Ausstellung ist zu den Öffnungszeiten im Eingangsbereich der Universitätsbibliothek zu sehen. Der Eintritt ist frei.

Hochschulinfotag am 25. Mai

Zum Hochschulinfotag der Universität Erfurt am 25. Mai 2019 können Interessierte auch die Universitätsbibliothek und ihre
Serviceangebote kennenlernen. Die Informationstheke der Bibliothek ist von 10.00 bis 14.00 Uhr besetzt. Fachkundiges Personal steht für Fragen und Informationen rund um die Bibliothek zur Verfügung.
Sie können die Bibliothek in dieser Zeit auf eigene Faust oder bei Rundgängen besichtigen:

  • 10.30 Uhr und 12.30 Uhr
    (Treffpunkt Foyer, Informationstheke)

Wir wünschen Ihnen einen informativen Tag mit vielen interessanten Eindrücken.

Werden Sie sichtbar! ORCID – eine ID für die Wissenschaft

Informationen:
ORCID DE, Förderung der Open Researcher and Contributor ID in Deutschland

Um sicher zu gehen, dass alle wissenschaftlichen Arbeiten ihnen als Autor eindeutig zugeordnet werden, kann die sogenannte ORCID verwendet werden. Die ORCID (Open Researcher and Contributor ID) ist eine eindeutige und verlagsunabhängige Identifizierungsnummern (ORCID iDs) für Autorinnen und Autoren die von einer gemeinnützigen Initiative (gegründet von Forschungseinrichtungen, Verlage und Förderorganisationen) vergeben wird . Sie ist unbegrenzt gültig und ein mittlerweile international anerkanntes Instrument, um Personen eindeutig zu identifizieren und damit ihren Forschungsergebnissen zuzuordnen.

Aus dem Doktoranden wird der Habilitand und später der Professor, und das alles selten an der gleichen Universität oder in derselben Stadt. Forschende wechseln zwischen Projekten hin und her, und gerne wechselt damit auch die Kontaktadresse. Findet die wissenschaftliche Karriere über Ländergrenzen hinweg statt, ergeben sich möglicherweise Komplikationen mit den kleinen interessanten Sonderzeichen, die nicht auf allen Tastaturen zu finden sind, wie dem deutschen „ß“ oder den Umlauten. Menschen heiraten, verpartnern sich oder lösen diese Bindungen wieder auf, was mit wechselnden Nachnamen verbunden sein kann.

Damit über die Zeit und den Wechsel von Institutionen und Namen hinweg alle Publikationen einfach zugeordnet werden können, haben Forschende die Möglichkeit sich bei ORCID (https://orcid.org/) zu registrieren. Über die Profileinstellungen können sie sowohl kontrollieren, welche Publikationen welchem Personenkreis (Allgemeinheit, eigene Institution, bestimmte Dritte) angezeigt werden, als auch die Stationen des eigenen Lebenslauf an einer Stelle dauerhaft und konsistent dokumentieren. Da mittlerweile eine Reihe von Verlagen die ORCID nutzen, kann durch die Eintragung in ORCID vermieden werden, dass die gleichen persönlichen Daten immer wieder eingegeben werden müssen, wie z. B. beim Einreichen von Daten oder Artikeln zur Publikation.

Was Sie über ORCID wissen sollten:

  1. Steht für Open Researcher and Contributor ID
  2. (alpha-)numerischer 16-stelliger Code
  3. Eindeutige wissenschaftliche Identität (auch über Namenswechsel, Tippfehler oder Namensgleichheit hinweg)
  4. Wird von Zeitschriften, Forschungsförderern und Institutionen genutzt
  5. Wird von Forschenden selbst gepflegt
  6. Hält länger als eine E-Mail-Adresse
  7. ORCID-Erstellung dauert ca. 30 Sekunden
  8. Wird von einer gemeinnützigen Initiative betrieben
  9. Wächst kontinuierlich (Stand Mai 2019 6,388,639 ORCIDs)
  10. Verbindung zu Web of Science, Scopus, Zenodo, DataCite, u.a.

 

Datenbanken: Externer Zugang mit Shibboleth

Viele Datenbanken sind mittlerweile für alle Nutzerinnen und Nutzer auch von außerhalb der Bibliothek und des Uni-Campus zugänglich. Dazu gehören die durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft geförderten Nationallizenzen sowie andere frei verfügbare Angebote. Einige Titel können jedoch meist aus lizenzrechtlichen Gründen von außerhalb nur von Angehörigen der Universität über Shibboleth aufgerufen werden. Dabei handelt es sich um ein Verfahren für internetbasierte Anwendungen zur Authentifizierung und Autorisierung. So können über eine einzige Anmeldung verschiedene elektronische Publikationen unterschiedlicher Anbieter unabhängig vom jeweiligen Standort genutzt werden. Nähere Informationen finden Sie auf unserer Webseite oder in unserem Tutorial:

Gestrandet vor 300 Jahren

Wer kennt sie nicht, die Figuren des Schiffbrüchigen Robinson Crusoe und seines Gefährten Freitag. Im Mai 1719 wurde der vermutlich erfolgreichste Roman der Welt erstmals veröffentlicht und machte seinen Autor schon damals schnell bekannt. Aus heutiger Perspektive müssen viele Ausführungen in The Life and Strange Surprising Adventures of Robinson Crusoe sicherlich aus einem historischen Blickwinkel betrachtet werden. Daniel Defoe (ca. 1660 – 1731) ist jedoch nicht zuletzt wegen seiner zahlreichen Schriften zu politischen, wirtschaftlichen und religiösen Fragen seiner Zeit als bedeutende Persönlichkeit und Quelle einzuordnen.

Neben zahlreichen gedruckten Werken bietet die Universitätsbibliothek auch Zugriff auf umfangreiche durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft als Nationallizenzen geförderte Datenbanken, die Quellen und Texte unterschiedlichster Art von und zu Daniel Defoe enthalten. Zu nennen wären hier z.B. Making of the Modern World, Corvey Digital Collection oder Eighteenth Century Collection Online. Die Inhalte sind auch direkt über den Bibliothekskatalog zugänglich.