Semesterapparate für das Wintersemester 2026/27

Lehrende der Universität können wie gewohnt Semesterapparate für das kommende Wintersemester 2026/27 anlegen und auf Wunsch bestehende Apparate über das  aktuelle Semester hinaus verlängern. Für das Anlegen stehen zwei Optionen zur Verfügung:

1. Ein elektronischer Semesterapparat in Moodle

Die Aktivität „Semesterapparat“ kann im eigenen Kurs auf der Lernplattform Moodle über „Aktivität oder Material anlegen“ digital angelegt und selbst verwaltet werden. Hier können die Formen der Literaturbereitstellung für die Studierenden gemischt werden:

  • Digital: Die Mitarbeitenden der Bibliothek werden beauftragt, Seiten aus Werken zu scannen und diese als PDF-Datei in Moodle zu Verfügung zu stellen. Es sind Scans von bis zu 15 % eines Werkes und Zeitschriftenaufsätze komplett möglich (§ 60a UrhG).
  • Physisch: Die Werke werden von den Mitarbeitenden der Bibliothek auf der 2. Etage der UB zur Verfügung gestellt.
  • Als Link (Externes Dokument): Handelt es sich bei dem Werk um eine (ggf. im Uni-Netzwerk) frei zugängliche Quelle oder um eine bereits vorhandene PDF-Datei des Lehrenden, kann der Link zum Werk selbst einfügt werden.

Die Kurserstellung für das Wintersemester 2026/27 und somit auch die Erstellung eines digitalen Semesterapparates ist in Moodle möglich. Eine detaillierte Bearbeitungsanleitung ist auf unserer Webseite verlinkt, s.u.

2. Ein klassischer Semesterapparat

Semesterapparate können ebenso per Formular in der Bibliothek beauftragt und damit ausschließlich in Form von gedruckten Büchern auf der 2. Etage der UB zur Verfügung gestellt werden.

Die Semesterapparate, sowohl elektronisch als auch per Formular beantragt, werden pünktlich zum Semesterbeginn von den Mitarbeitenden der Bibliothek bereitgestellt.

Fragen, Anregungen oder Wünsche gerne jederzeit an semapp.ub@uni-erfurt.de

 

Weitere Informationen:

Mittelalterliches Chirurgie-Lehrbuch im Stadtmuseum

In der Amploniana-Vitrine im Stadtmuseum stellen wir ab heute eine neue Handschrift aus: das Lehrbuch über die Chirurgie von Guy de Chauliac — einem berühmten französischen Arzt aus dem 14. Jahrhundert –, das bis in die Neuzeit immer wieder abgeschrieben und u.a. an der Universität Erfurt im Unterricht verwendet wurde. Bis Ende August zeigen wir die meisterhaft verzierte einleitende Seite, anschließend für 6 Wochen eine Initiale in kräftigen Deckfarben, die in den 600 Jahren seit ihrer Entstehung nichts von ihrer Leuchtkraft eingebüßt haben. Welch‘ furchterregende chirurgische Instrumente damals zum Einsatz kamen, kann man diesem Lehrbuch ebenfalls entnehmen.

UB Erfurt, Dep. Erf., CA 2° 283, Blatt 1r
UB Erfurt, Dep. Erf., CA 2° 283, Blatt 42v

Schauen Sie sich die kostbare Pergamenthandschrift aus dem ersten Drittel des 15. Jahrhunderts gerne im Original an:
„Haus zum Stockfisch“, Johannesstraße 169
Dienstag bis Sonntag 10.00 bis 18.00 Uhr

Dr. Katrin Ott, Leiterin des Bereichs Sondersammlungen der Universitätsbibliothek Erfurt

Herzlichen Glückwunsch zur „Bibliothek des Jahres 2026“: ZB MED!

Mit diesem Blogbeitrag gratulieren wir ZB MED – Informationszentrum Lebenswissenschaften zur Auszeichnung als „Bibliothek des Jahres 2026“.

ZB MED, Gebäude
(c) ZB MED

Das Infrastruktur- und Forschungszentrum für lebenswissenschaftliche Daten und Informationen in Köln erhält den mit 20.000 Euro dotierten Preis, den der Deutsche Bibliotheksverband e.V. (dbv) in diesem Jahr zum 27. Mal vergibt. Die Auszeichnung „Bibliothek des Jahres“ ist der einzige nationale Bibliothekspreis in Deutschland und würdigt innovative und zukunftsorientierte Bibliotheksarbeit.

Ausgezeichnet werden in diesem Jahr der Pioniergeist der Bibliothek beim Forschungsdatenmanagement, ihr Engagement für Open Science sowie der Einsatz für digitale Souveränität. Darüber hinaus würdigt die Jury die konsequente Weiterentwicklung der Bibliothek zu einer national und international vernetzten Forschungs- und Informationsinfrastruktur. In der Jurybegründung heißt es: „ZB MED verbindet klassische bibliothekarische Kernaufgaben mit Forschung, Digitalisierung und wissenschaftlichem Service und gestaltet damit den Wandel des Bibliothekswesens aktiv mit.“

Weitere Informationen:

Neue Angebote Forschungsportal osmikon

 

osmikon, das Forschungsportal zu Ost-, Ostmittel- und Südosteuropa, erweitert durch drei neue Projekte den Zugriff auf zahlreiche für die Forschung interessante Quellen und Dokumente:

Viele Materialien im Repositorium ostdok sind erstmals für die Wissenschaft elektronisch im Open Access zugänglich: über 10.000 urheberrechtlich geschützte Publikationen des 20. und 21. Jahrhunderts sowie eine Vielzahl gemeinfreier Titel hauptsächlich aus dem 18. und 19. Jahrhundert, aber auch älteren Datums.

ARTOS verzeichnet Fachartikel und Rezensionen aus rund 700 laufenden Zeitschriften und ausgewählten Sammelbänden im breiten Spektrum der geistes- und sozialwissenschaftlichen Forschung aus dem östlichen und südöstlichen Europa und über die Region. In kleinerem Umfang werden auch historische Zeitschriften aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts berücksichtigt.

OstNet ist eine Datenbank für wissenschaftlich relevante Websites vor allem zur Geschichte, Kultur, Politik und Gesellschaft der Länder und Regionen Ost-, Ostmittel- und Südosteuropas. Die Internetressourcen werden nach bibliothekarischen Standards formal und sachlich erschlossen. Derzeit umfasst OstNet rund 22.000 Einträge (Stand: Januar 2025).

Der Zugang zum Forschungsportal mit diesen und weiteren Dienstleistungen ist über das Datenbankinformationssystem DBIS möglich.

Quelle: https://www.osmikon.de/servicemenue/ueber-uns

Dringend gesucht: Hirschkäfer aka Feuerwurm!

In Thüringen ruft der NABU Thüringen gemeinsam mit dem Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz (TLUBN) zur Suche dieser leider inzwischen in Deutschland seltenen Käferart auf; Hirschkäfer (Lucanus cervus) sind nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa geschützt.
Noch bis Ende Juli/Anfang August kann man mit viel Glück die imponierenden Käfer (meistens die Männchen) in ihren Verbreitungsgebieten in der Dämmerung beim Flug beobachten.
Da für die Larven morsches Totholz lebenswichtig ist, aber Baumstümpfe der bevorzugten Eichen und auch anderer Laubbäume oftmals entfernt bzw. bei Winterfällung gebildete ungeeignete Gerbsäuren die Zersetzung des Totholzes verhindern, fehlt der Überlebensraum und die Nahrungsgrundlage für die Larven. In den letzten Jahren lebten Hirschkäfer nicht mehr nur in Wäldern, sondern zunehmend als Kulturfolger auch in Parks und Gärten – wenn man Baumstümpfe nicht rodet und Totholz an Ort und Stelle belässt. Von Menschen angelegte Hirschkäferwiegen können bei Beachtung aller wichtigen Umstände eine zusätzliche Überlebenshilfe sein.
Also: bei Sichtung gern mit Foto melden, weitere Informationen findet man auf der Website des NABU Thüringen.
Die beeindruckende Darstellung des hier gezeigten Hirschkäfermännchens stammt aus dem Band „ Natursystem aller bekannten in- und ausländischen Insekten als eine Fortsetzung der von Büffonschen Naturgeschichte/Fortgesetzt von Johann Friedrich Wilhelm Herbst. [2], Der Käfer dritter Theil“. Tafel XXXIII (13-Nz. 4° 1221 (Ill.,3). Auch die Entwicklung vom Ei über die Larve und Puppe, die bis zu 8 Jahren dauern kann, wird abgebildet auf Tafel E.


Die weitere Beschreibung des Hirschkäfers erfolgt im Textband zu o.g. Band mit gleichem Titel und der Signatur 13-Nz. 8° 1221a (2,1).

Und woher kommt nun der Name Feuerwurm? Früher glaubte man, dass der Hirschkäfer in seinen rötlichen Zangen glühende Kohle aus dem Feuer stielt und damit Brände legt.

Andrea Langner

Genealogie und Familienforschung

Die im privaten Interesse betriebene Ahnen- und Familienforschung findet schon seit langem großen Zulauf. Darüber hinaus versteht man unter der Genealogie eine wissenschaftliche Teildisziplin der Historischen Hilfswissenschaften, bei der auch Fragestellungen interessieren, die über reine verwandtschaftliche Beziehungen einzelner Personen hinaus gehen.

Zahlreiche Datenbanken ermöglichen nicht nur Forschenden, sondern auch interessierten Laien unter verschiedenen Aspekten die Suche nach lange verstorbenen oder nicht (mehr) bekannten Familienangehörigen.

Hier ein paar im Open Access zugängliche Beispiele, die vor allem in der persönlichen Familienforschung weiterhelfen können:

 

Im Lesesaal findet sich unter der Signaturengruppe ND 7240 – 7900 umfangreiche gedruckte Literatur zu Teilgebieten und wissenschaftlicher Methodik dieses Forschungsbereichs. Eine wichtige elektronische Ressource bietet die Bibliothek über die lizensierte Datenbank World Biographical Information System Online (WBIS) an.

 

 

 

 

 

 

Seit kurzem online und frei verfügbar sind die Records Relating to Membership in the Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei  der U.S. National Archives

 

Sabine Ziebarth