Urlaubszeit ist Lesezeit

Deshalb möchten wir Sie heute auf eine interessante Buchreihe aufmerksam machen: Die Andere Bibliothek (AB).
Seit dem Start der Reihe im Januar 1985 erscheinen in der Anderen Bibliothek monatlich  z.B. wiederentdeckte Klassiker, in Vergessenheit geratene literarische Kostbarkeiten oder deutsche Erstausgaben von im deutschen Sprachraum unbekannten Schriftstellern. Die Thematik der Bände liegt dabei durchaus auch außerhalb des Gewohnten.
Jeder Band ist ein kleines Kunstwerk, individuell gestaltet, mit Lesebändchen und goldgeprägtem, ledernem Rückenschildchen. Dieses hat übrigens seine Farbe im Laufe der Jahre regelmäßig verändert: war rot, grün, lila und schwarz und ist jetzt wieder rot.

Copyright: Die Andere Bibliothek

Entsprechend der Urlaubszeit haben wir als Lesetipp den Band 370 ausgewählt:

Ilija Trojanow „Durch Welt und Wiese oder Reisen zu Fuß“. „Mit Ilija Trojanow machen wir uns fußwärts auf den Weg, spazierend, gehend und wandernd lernen wir in sechs Etappen eine andere Art der Welterkundung in den Blicken berühmter Autoren kennen: Aufbrüche – Betrachtungen – Meditationen – Spaziergänge – Entbehrungen – Verwandlungen“ (Quelle: Lesemond). Eine lesenswerte Zusammenstellung.

Haben wir Sie neugierig auf „Die Andere Bibliothek“ gemacht? Dann stöbern Sie doch selbst unter der Signatur ED 3000 A543 im 1. OG der Bibliothek.

Das ist mein Buch – Exlibris

Gehören Sie auch zu denjenigen, die ihre Bücher als ihr Eigentum kennzeichnen, vielleicht sogar mit einem Exlibris? Ein Exlibris ist ein kleines Einklebeblatt für Bücher, das dessen Besitzer kenntlich macht. Sinn eines Exlibris war es ursprünglich, ein entliehenes Buch unversehrt zurückzuerhalten.

Zunächst reichte oft ein einfaches Blatt, das mit dem Namen oder dem Schriftzug des Buchinhabers versehen war. Es wurde in der Regel auf der Innenseite des vorderen Buchdeckels eingeklebt. Mit der Zeit entwickelten sich diese Blätter zu kleinen von einem Künstler gestalteten Grafiken. Eigentumsnachweis und Buchschmuck waren somit im Exlibris vereint. Die grafische Gestaltung eines Exlibris stand und steht häufig in Beziehung zum Besitzer des Buches, zu dessen Namen, vorhandenen oder erstrebten Eigenschaften oder zu seinem Beruf. Seine Blütezeit erlebte das Exlibris im 16./17. Jahrhundert und zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

Buchliebhaber lassen sich auch heute noch Exlibris anfertigen oder werden selbst kreativ, andererseits sind Exlibris ein beliebtes Sammel- und Tauschobjekt.
Auch in unserer Bibliothek befinden sich zahlreiche Bücher, die ein Exlibris ziert, sowie Werke über diesen besonderen Buchschmuck.

 

Ein Buch aufschlagen?

Wer kennt sie nicht – die Aufforderung, ein Buch auf Seite xy aufzuschlagen. Woher kommt dieser Ausdruck eigentlich?
Altes Buch
Im Mittelalter wurde der lose Buchblock häufig in Buchdeckel ausHolz eingefasst. Das Papier der Seiten nahm Feuchtigkeit aus der Umgebung auf und wurde damit im Laufe der Zeit dicker als es die Buchdeckel „erlaubten“. Damit das Buch trotzdem zusammenhielt und um die Seiten vor weiterer Feuchtigkeit und vor Schmutz zu schützen – denn Bücher waren sehr wertvoll – besaßen fast alle Bücher seitlich der Buchdeckel eine oder zwei Schließen aus Metall. Die Feuchtigkeit im Buch und seiner Umgebung sorgte allerdings auch dafür, dass die Schließen im Laufe der Zeit rosteten und somit immer schwerer zu öffnen waren. Das Buch ließ sich am leichtesten öffnen, indem man es auf den Tisch legte und mit der Faust auf den Deckel schlug. So sprang der Bügel der Schließen von allein auf und das Buch klappte auf. Man hatte es aufgeschlagen.