Freitag der 13. und Der Brockhaus

In dieser Woche ist es wieder einmal soweit: der 13. des Monats fällt auf einen Freitag. Manch einer sieht diesem Tag mit Unbehagen entgegen und erwartet allerlei Unglück. Was es mit dem Freitag auf sich hat, zeigt ein Blick in die „Brockhaus Enzyklopädie“:

„… Durch die besondere Bedeutung des Freitags im christlich geprägten Wochenverlauf haben sich seit dem Mittelalter viele Vorstellungen herausgebildet, die dem Freitag zunächst ein besonderes Unglückspotenzial zuschreiben, was etwa dazu führte, dass am Freitag vielerorts nicht geheiratet oder gesät wurde. Nach der Reformationszeit wurde der Freitag dagegen in vielen protestantischen Gebieten als Glückstag gedeutet. […] Als Unglückstag galt er hingegen in Mittel- und Süddeutschland sowie im Rheinland. […] Seit den 1950er-Jahren hat sich aus den USA kommend und durch mediale Thematisierung der Freitag der 13. als vermeintlicher Unglückstag etabliert“.

Die vor mehr als 200 Jahren begründete Brockhaus Enzyklopädie bildet mit über 300.000 Stichwörtern und erklärten Begriffen den umfassendsten fachlich betreuten lexikalischen Bestand im deutschen Sprachraum. Bilder, Audio- und Videodateien, interaktive Grafiken, Karten und Tabellen veranschaulichen die Informationen. Campusweiten Zugang zum „Brockhaus“ erhalten Sie über das Datenbank-Infosystem der Bibliothek (DBIS) oder den Online-Katalog sowie für Universitätsangehörige von außerhalb via Shibboleth.

(An)Sehenswert ist aber auch die letzte gedruckte Ausgabe des „Brockhaus“ (21. Auflage, 2006),
die einbandtechnisch und typografisch sehr ansprechend gestaltet ist. Die 30 Bände finden Sie unter der Signatur AE 11006 B864(21) im Bereich der Informationstheke vor der Mediothek.

Willkommen zum Hochschulinfotag am 14. April!

Zum Hochschulinfotag der Universität Erfurt am 14. April 2018
können Interessierte auch die Universitätsbibliothek und ihre
Serviceangebote kennenlernen. Die Informationstheke der Bibliothek ist von 10.00 bis 15.00 Uhr besetzt. Fachkundiges Personal steht für Fragen und Informationen rund um die Bibliothek zur Verfügung.
Sie können die Bibliothek in dieser Zeit auf eigene Faust oder bei Rundgängen besichtigen:

  • 10.30 – 11.00 Uhr
  • 14.30 – 15.00 Uhr
    (Treffpunkt Foyer, Informationstheke)

 

Wir wünschen Ihnen einen informativen Tag mit vielen interessanten Eindrücken.

Vernissage zur Ausstellung „Die Poetik des Geometrischen“

Die Ausstellung „Die Poetik des Geometrischen“ zeigt unterschiedlichste Blickrichtungen auf Kulturen und ihre Artefakte. Wie zeigen sich Spuren der Migration, Wanderung und Integration der Motive über die Kulturgrenzen hinweg?

Die Vernissage zur Ausstellung  findet am 6. April 2018 ab 17 Uhr zunächst im KIZ und dann in der Universitätsbibliothek statt.

Programm:
17.00 Uhr Eröffnungsvortrag: Zum Leiden des „integrationswidrigen“ Goethe in der Leistungsgesellschaft mit Dr. Yahya Kouroshi (Literaturwissenschaftler), KIZ
18.00 Uhr Ausstellungseröffnung, Campus Café Hilgenfeld
18.20 Uhr „Intermezzo mit Goethe & Hafis“ (Lesung mit Begleitmusik)
20.00 Uhr Musikalisches im Café-Nerly, Marktstrasse 6

Im Rahmen der Ausstellung finden jeden Freitag von 18 bis 19 Uhr Intermezzi – Spaziergänge durch die Ausstellung und poetische Lesungen im Campus Café Hilgenfeld statt.

Mehr Informationen zur umfangreichen Reihe „unterm strich. e_migration: lust, last & leistung der kultur? – Eine Auseinandersetzung mit Migration und Integration in der künstlerischen Darstellung“ finden Sie auf den Seiten der Heinrich-Böll-Stiftung Thüringen.

Die Ausstellung ist zu den Öffnungszeiten der Universitätsbibliothek im Foyer zu sehen. Der Eintritt ist frei.

Bibliotheksführung am 4. April

Am Mittwoch, dem 4. April, findet für alle Interessenten wieder eine Führung durch die UB statt. Dabei werden

  • die wichtigsten Räumlichkeiten und Dienstleistungen der Bibliothek vorgestellt
  • die Nutzungsbedingungen der Bibliothek erläutert
  • und erste Schritte im Umgang mit dem Online-Katalog gezeigt.

Beginn ist 16.00 Uhr an der Information im Eingangsbereich.

Dem Osterhasen auf der Spur…

Für die versteckten Eier am Ostersonntag sorgt hierzulande der Osterhase – in manchen Gegenden Deutschlands früher auch der Storch oder Fuchs.
Schon im Mittelalter wird das Ei mit dem christlichen Osterfest in Verbindung gebracht, wobei die Aufgabe des Hasen als Eierbringer zum ersten Mal im Werk von Georg Franck von Franckenau „De ovis paschalibus – von Oster-Eyern“ (erschienen 1682 in Heidelberg) geschildert wird. Der Osterhase versteckt die Eier, damit die Kinder im Grünen zur Freude der Erwachsenen die Ostereier suchen.
Dieser alte Druck liegt uns leider nicht im Altbestand der UB Erfurt vor, kann aber z.B. im Original in der Herzogin Anna Amalia Bibliothek – Klassik Stiftung Weimar gelesen oder als Digitalisat im Volltext angesehen werden.
Zum Trost gibt es Hasen-Abbildungen aus der Handschrift CA. 2° 27 (oben) und aus dem bekannten Werk von Konrad Gessner „Historiae Animalium Lib.I. de Quadrupedibus uiuiparis. …“, 13-Nz. 2° 601d (1).
Eine erfolgreiche Eiersuche und ein frohes Osterfest!