Annemarie Schimmel – vor 100 Jahren in Erfurt geboren

Über das Verhältnis der hoch angesehenen Orientalistin und Islamkennerin Annemarie Schimmel zu ihrer Geburtsstadt Erfurt ist hier schon alles gesagt. Wer mehr über Persönlichkeit und Werk erfahren will, mag sich an die Verleihung des Friedenspreises des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels an sie im Jahr 1995 erinnern. Die Jury begründete die Ehrung wie folgt:

„Ihr Lebenswerk gilt der Kenntnis und dem Verständnis des Islam, seinem inneren Leben und seiner kulturgenerierenden Begegnung mit dem Okzident. Ihr Denken spürt jener für den Frieden unter den Völkern heute entscheidenden Möglichkeit der Synthese von Islam und Moderne nach, welche die Differenzierung der Werte aus dem Innern des Islam selbst zu gewinnen sucht. Inmitten erschreckender Signale des religiösen Fanatismus versteht der Börsenverein die Auszeichnung Annemarie Schimmels als ein Zeichen für die Begegnung, nicht für die Konfrontation der Kulturen, als ein Zeichen für Duldung, Poesie und Denkkultur, welche die Formen des Andersseins achtet.“

Mit der Preisverleihung war die Absicht verbunden, Annemarie Schimmel und ihr Werk in seinem Vorbildcharakter für einen sehr differenzierten Zugang zum und Umgang mit dem Islam einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen. In der Tat war der Transfer ihres vertieften Wissens über den Islam in die außeruniversitäre, mediale Öffentlichkeit keine Herzensangelegenheit der Wissenschaftlerin, der Umgang mit Journalist:innen war ihr fremd. Das zeigte sich im Interview in den „Tagesthemen“ am Tag der Bekanntgabe der Juryentscheidung: Annemarie Schimmels damalige Aussage zur Rezeption der „Satanischen Verse“ Salman Rushdies in der islamischen Welt löste eine heftige mediale Kontroverse aus, welche die Preisverleihung in Frage zu stellen drohte und die Islamwissenschaftlerin in einer Weise bekannt machte, welche der Absicht des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels diametral zuwiderlief.

Franziska Wein

Ein Jahr Scandienst-Service der Bibliothek

Herzlichen Dank für Ihr Vertrauen in unseren Service des Scandienstes. Im vergangenen Jahr hat unser Scandienst-Team knapp 2000 Bestellungen empfangen und konnte davon 90% positiv mit einem Downloadlink per E-Mail beantworten.

Herzlichen Dank auch an unsere fleißigen Hände im Hintergrund, die tagtäglich mit großer Hingabe einscannen, zuschneiden, geraderücken, Flecken und Ränder entfernen und einiges mehr und damit diesen Service erst möglich machen.

Auch wenn die kommenden Semester wieder in Präsenz stattfinden können, stehen wir den Universitätsmitgliedern gerne bei Studium, Forschung und Lehre zur Seite und scannen emsig für Sie weiter. Ihre Bestellungen können Sie wie gewohnt über unsere Webseite aufgeben:

Manch einer hat in diesem Jahr auch nicht so erfreuliche Antworten vom Team Scandienst erhalten, Stichwort Urheberrecht. So gerne wir auch als Dienstleister der Wissenschaft fungieren und Sie bei Ihrem Studium unterstützen, sind uns doch vom geltenden Urheberrecht etwas die Hände gebunden. Im Rahmen des Scandienstes können wir Ihnen laut UrhG §60e max. 10% aus einem Buch sowie einzelne Zeitschriftenaufsätze komplett scannen und elektronisch bereitstellen.

Wir danken Ihnen für Ihr Verständnis und freuen uns auf Bestellungen bekannter und neuer Gesichter. Erzählen Sie es gerne weiter!

Mit Google Scholar die Bestände der eigenen Bibliothek finden

Google Scholar ist eine spezialisierte Suchmaschine, die das Internet nach wissenschaftlicher Literatur durchsucht. Bei einer Recherche kann es interessant sein, die gefundenen Treffer im Bestand der eigenen Bibliothek zu überprüfen: ist der Text in elektronischer Form oder gedruckt vorhanden? Mit dem Linkresolver der UB Erfurt und der Funktion „Bibliothekslinks“ kann diese Prüfung in Google Scholar automatisch erfolgen.

Was muss man dazu einstellen? Konfiguration der Bibliothekslinks:

  • Wählen Sie in Google Scholar im Menü unter Einstellungen den Punkt „Bibliothekslinks“
  • Suchen Sie nach „Erfurt“ und setzen anschließend den Haken bei „Universitätsbibliothek Erfurt / Forschungsbibliothek Gotha – Volltext @ Uni Erfurt“.
  • Speichern Sie die Einstellungen ab.

Die Anzeige von Treffern ist nun so eingestellt, dass für jeden Titel ein Hinweis auf den Bestand der Bibliothek zu sehen ist.

Wenn ein elektronischer Volltext vorhanden ist, erscheint der Hinweis „Volltext @ Uni Erfurt“.
Wenn für die Bibliothek kein elektronischer Volltext gefunden wurde, gibt es hinter dem Link „Services @ Uni Erfurt“ weitere Informationen, z.B. ob der Titel gedruckt in der UB Erfurt vorhanden ist oder aus einer anderen Bibliothek per Fernleihe bestellt werden kann.

Für Studierende und Mitarbeiter*innen: um elektronische Volltexte von außerhalb des Campusnetzes der Universität Erfurt nutzen zu können, verwenden Sie bitte VPN oder Shibboleth.

Katja Freudenberg

Von Lilien lernen

Viele kennen die Bibelstelle, welche im Evangelium nach Matthäus wie folgt lautet: „Und was sorgt ihr euch um eure Kleidung? Lernt von den Lilien des Feldes, wie sie wachsen: Sie arbeiten nicht und spinnen nicht. … Macht euch also keine Sorgen und fragt nicht: Was sollen wir essen? Was sollen wir trinken? Was sollen wir anziehen? …. Euer himmlischer Vater weiß, dass ihr das alles braucht.“

Das Liliengleichnis, welches die vor 50 Jahren erschienene und im Auftrag des Club of Rome von Dennis Meadows mit erstellte Studie „Die Grenzen des Wachstums“ schnell bekannt gemacht hat, spricht eine völlig andere Sprache. Es handelt von einem Teich mit Lilien, deren Zahl sich täglich verdoppelt. Die exponentielle Vermehrung führt innerhalb von 30 Tagen zu einer vollständigen Bedeckung des Gewässers, in deren Folge alles Leben darunter erstickt – wobei der Tag 29 noch nicht als gefährlich erscheint, dies aber in höchstem Maß ist. Hier sind die Lilien Anlass zu erheblicher Sorge um den Erhalt der Lebensgrundlagen der Menschheit.

Die einflussreiche Studie aus dem Jahr 1972 ist in mehreren Exemplaren in der Bibliothek vorhanden.

Franziska Wein

 

Öffnungs- und Servicezeiten der UB während der vorlesungsfreien Zeit / Opening hours during the semester break

Von Montag bis Freitag ist die Bibliothek von 9 bis 22 Uhr geöffnet (Servicezeit der Theken 10 – 18 Uhr).

Bitte beachten Sie die verkürzten Zeiten am Wochenende:  

ab 14. Februar
Samstag  10 – 18 Uhr
Sonntag   13 – 18 Uhr

 

28. Februar bis 3. April
Samstag 10 – 16 Uhr
Sonntag geschlossen

 

 

From Monday to Friday, the library is open from 9 a.m. to 10 p.m. (service desk
10 a.m. – 6 p.m.).

Please note the shortened hours on weekends:

from 14 February: Saturday 10 – 18 h     Sunday 13 – 18 h

28 February until 3 April: Saturday 10 – 16 h     Sunday closed

 

Neues Online-Tutorial zu Shibboleth & VPN

Sie wollen nach der stressigen Vorlesungs- und Prüfungszeit bequem von zu Hause oder unterwegs arbeiten und dabei nicht auf die E-Books und Datenbanken der Universitätsbibliothek verzichten?

Kein Problem! Shibboleth und VPN ermöglichen auch von außerhalb des Campus bzw. des Hochschulnetzes (Standorte in Erfurt und Gotha) den Zugang zu den lizenzierten elektronischen Ressourcen. Die Nutzung ist für alle Beschäftigten und Studierenden der Universität Erfurt mit einem persönlichen Uni-Account möglich.

In unserem neuen Online-Tutorial zum Thema erfahren Sie u.a., wie Sie erfolgreich eine VPN-Verbindung herstellen und lernen die Funktionsweise von Shibboleth kennen.

Lassen Sie sich auf unserem YouTube-Kanal auch gerne von unseren weiteren Tutorials rund um die Service-Angebote der Bibliothek inspirieren.