Vorankündigung: neue DBIS-Version ab Oktober

Das Datenbank-Infosystem (DBIS) der Bibliothek bekommt ab Oktober 2024 eine neue Oberfläche. Das neue DBIS soll sich den Bedürfnissen ihrer Nutzenden für Recherche und Handhabung noch besser anpassen und den Zugang zu wissenschaftlichen Datenbanken weiter erleichtern. Wir sind selbst gespannt darauf und werden an dieser Stelle erneut und über die wichtigsten konkreten Änderungen berichten.

Wer dieses nützliche Portal noch nicht kennt: DBIS ist ein digitales Informationsangebot zu wissenschaftlichen Datenbanken, das mit finanzieller Unterstützung des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst und der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) von der Universitätsbibliothek Regensburg seit 2002 entwickelt und betrieben wird.

DBIS ist kooperativ. Alle teilnehmenden Bibliotheken und Forschungseinrichtungen arbeiten kollaborativ am selben Datenpool und sichern so eine hohe Qualität der Daten. In einer lokalen Sicht, z.B. die der Universitätsbibliothek Erfurt / Forschungsbibliothek Gotha, kann die teilnehmende Einrichtung ihre lizenzierten sowie auch im Internet frei zugängliche Datenbanken präsentieren. Inzwischen ist DBIS in 371 Organisationen vor allem aus dem deutschsprachigen Raum im Einsatz.

DBIS hilft bei der Auswahl der richtigen wissenschaftlichen Datenbank für die eigene Recherche. Die erfassten Datenbanken sind nach verschiedenen Kriterien durchsuchbar und können direkt aus der Oberfläche heraus gestartet werden. Ampelfarben kennzeichnen die jeweilige Zugänglichkeit, z.B. gelb für Mitglieder der Universität Erfurt auf dem Campus. Viele lizenzierte Datenbanken sind auch von außerhalb des Campus via VPN oder Shibboleth nutzbar.

DBIS erreichen Sie am besten auf der Webseite der Bibliothek unter „Suchen und Finden“ – „E-Ressourcen“ oder direkt unter http://dbis.ur.de/?bib_id=uberf .

Katja Freudenberg

beck-online Hochschulwebinar im Juli

Das nächste kostenlose Webinar am 19. Juli richtet sich vor allem an Studierende und führt durch die verschiedenen Suchfunktionen, die Trefferliste, die persönlichen Einstellungen, die online-Hilfe sowie die Dokumentenverarbeitung.

Ferner besteht auch die Möglichkeit, sich über aufgezeichnete Webinare, Erklärvideos und Kurzanleitungen mit der Datenbank vertraut zu machen.

Die Bibliothek bietet Studierenden den Zugriff auf das Hochschulmodul an, wissenschaftliche Mitarbeitende können auf Antrag einen persönlichen, passwortgeschützten Zugang erhalten.

Mehr als 4000 E-Books, Kommentare und sonstige Quellen aus der Datenbank sind auch ganz einfach in unseren Bibliothekskatalogen zu finden.

Der Zugang zur Datenbank ist über das Datenbankverzeichnis DBIS möglich.

 

IREON: Fachportal Internationale Beziehungen und Länderkunde

IREON (International RElations and area studies ONline) ist ein frei zugängliches Internet-Fachportal für Internationale Beziehungen und Regionalwissenschaften/ Länderkunde.

Das Portal richtet sich an alle, die an Fragen der internationalen Beziehungen oder der Länderkunde interessiert sind.

Über IREON können Sie in mehr als 1 Million Literaturnachweisen der Datenbank WAO – World Affairs Online und jetzt auch in 4,4 Millionen Nachweisen aus der Datenbank ECONIS, einem Angebot des Leibniz-Informationszentrums Wirtschaft (ZBW), suchen.

IREON bietet Literaturhinweise und elektronische Volltexte zu:

  • außen- und sicherheitspolitischen Themen
  • Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre und Wirtschaftspraxis
  • Fragen der internationalen wirtschafts- und entwicklungspolitischen Zusammenarbeit
  • europapolitischen und transatlantischen Themen
  • regional- und länderbezogenen Fragen weltweit
  • auswärtiger Kulturpolitik
  • Klima, Umwelt und Energie

Alle Literaturhinweise sind mit dem European Thesaurus on International Relations and Area Studies und/oder mit dem STW – Standard Thesaurus Wirtschaft erschlossen.

Verantwortlich zeichnet der FIV – Fachinformationsverbund Internationale Beziehungen und Länderkunde, ein seit 1986 mit Bundesmitteln gefördertes Kooperationsmodell für den arbeitsteiligen Aufbau der sozialwissenschaftlichen Datenbank WAO – World Affairs Online.

Unter Federführung der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) arbeiten im Fachinformationsverbund die Bibliotheken und Dokumentationszentren von zehn unabhängigen deutschen Forschungsinstituten zusammen. Alle Mitgliedsinstitute sind mehrheitlich öffentlich finanziert und auf den Gebieten Internationale Beziehungen, Außen- und Sicherheitspolitik oder Regionalwissenschaften tätig.

Die Universitätsbibliothek Erfurt ermöglicht den Zugriff auf IREON über das Datenbank-Infosystem DBIS.

 

Sabine Ziebarth

Was sind „retracted articles“?

Werden in einer Publikation, z.B. in einem Aufsatz in einer wissenschaftlichen Fachzeitschrift, Fehler oder Verstöße gegen die gute wissenschaftliche Praxis festgestellt, dann werden diese Veröffentlichungen vom Autor selbst oder auch vom Herausgeber bzw. Verlag entweder korrigiert oder zurückgezogen (engl.: retracted). Solche zurückgezogenen Werke sollten nicht mehr zitiert bzw. für die eigene wissenschaftliche Arbeit verwendet werden. Ein Hinweis darüber erscheint meist auf der Webseite der Zeitschrift – es können auch Gründe genannt werden. Dazu gehören zum Beispiel manipulierte Daten, Fehler bei der Datenerhebung oder -auswertung, Plagiate oder Autorenstreitigkeiten.

Wie kann man erfahren, ob ein Artikel zurückgezogen wurde?

Der Wissenschaftsblog Retraction Watch berichtet über problematische Publikationen aus verschiedenen Disziplinen. Die zugehörige Datenbank für zurückgezogenen Publikationen erlaubt eine gute Recherche, z.B. nach Land, Autor, DOI, Grund für den Rückruf oder Zeitschriftentitel.

Einige Programme und Suchportale arbeiten mittlerweile mit der Retraction Watch Database und greifen auf die Daten im Hintergrund zu, um ihre Nutzenden auf zurückgezogene Publikationen hinzuweisen. Erwähnenswert sind hier zum Beispiel LIVIVO, das ZB MED-Suchportal für die Lebenswissenschaften sowie die Literaturverwaltungsprogramme Zotero und Endnote.

Katja Freudenberg

23. April – Welttag des Buches

Anlässlich dieses Tages wäre es natürlich am einfachsten, ausführlich über Ihre/unsere Bibliothek zu schreiben. Mit circa 1.212.000 Druckschriften und 30.200 E-Books bietet sie schließlich genug Stoff für Lesehungrige und Wissbegierige (https://www.uni-erfurt.de/bibliothek/ueber-die-ub/organisation/kennzahlen).

Wir möchten Sie aber auf die Plattform Literaturland Thüringen aufmerksam machen – ein digitales Angebot, das u.a. vom Thüringer Literaturrat e.V., der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen und von MDR Kultur initiiert und betreut wird.

Diese vielseitige Datenbank beleuchtet Literatur in Thüringen im weitesten Sinne und aus unerwarteten Blickwinkeln, weist in einem gut gefüllten Kalender auf (kleine feine) literarische Veranstaltungen hin und bietet interessante Sucheinstiege. Vielleicht konnten wir Sie ein wenig neugierig machen und wünschen Ihnen zum Welttag des Buches weitere viele schöne Stunden mit Büchern.

 

Valentina Tischer

Marco Polo – weit gereist, weltbekannt

Der venezianische Händler und Handelsreisende starb vor 700 Jahren am 8. Januar 1324. Seine Bekanntheit beruht auf seinem u.a. unter dem Titel „Il milione“ überlieferten Bericht über eine lange Reise, welche er als 17-Jähriger mit seinem Vater Niccolò und seinem Onkel Maffeo antrat und die erst 1291 mit der Rückkehr nach Venedig endete.

Die Reise führte über Umwege in das heutige China, das damals von mongolischen Herrschern regiert wurde.  Kublai Khan ernannte Marco Polo zum Präfekten, in dieser Eigenschaft bereiste der junge Venezianer das mongolische Reich. Sein Reisebericht enthält auf dem Augenschein gründende detaillierte Beobachtungen über Land, Leute, Sitten und Bräuche und wurde hinsichtlich der genauen Entfernungsangaben vor allem von Kartographen rezipiert. Auch Kolumbus besaß eine Abschrift des Milione, die in Sevilla aufbewahrt wird und  deutliche Gebrauchsspuren aufweist. Insofern ist Marco Polo ein früher Wegbereiter der Entdeckungen und der daraus resultierenden späteren Weltbeziehungen.

Auch heute ist Marco Polos Leben und Werk noch weltweit bekannt und relevant. Das zeigt etwa eine Recherche mit seinem Namen im Suchportal Discovery:

Franziska Wein