Spiel und Spielen – die Spielmittel der Jenaer Gestalterin Dr. Fridlind Siebrecht

Die Fröbel-Forschungsstelle der Universität Erfurt veranstaltet in Kooperation mit der International Froebel Society und dem Lehrstuhl „Inklusive Unterrichtsforschung mit dem Schwerpunkt Lernen“ der Universität Erfurt  die Ausstellung „Fröbel – Wirkung – Spielgaben. Die Spielmittel der Gestalterin Dr. Fridlind Siebrecht“. Die Universitätsbibliothek Erfurt zeigt die Ausstellung vom 19. Oktober bis zum 23. Dezember 2026 während der Öffnungszeiten der Bibliothek auf der großen Freifläche im Erdgeschoss, unmittelbar in der Eingangszone des Lesesaals.

Die Ausstellungseröffnung findet am Montag, dem 19. Oktober, um 16:00 Uhr im Vortragsraum der UB Erfurt statt. Die Spielmittelgestalterin Dr. Fridlind Siebrecht und das Ausstellungsteam, das von Prof. Dr. Andrea Schmid angeleitet worden ist, werden zur feierlichen Eröffnung anwesend sein. Die Laudatio hält der Bauhaus-Forscher Michael Siebenbrodt.

Sternklappspiel. Durchmesser: 48 cm. Gestalterin: Dr. Fridlind Siebrecht. Herstellung: FRIDLIN Holzspielzeug, Döschnitz.

 

Fridlind Siebrecht wurde 1941 in Bad Muskau, Sachsen, geboren. Sie wuchs in Jena, Thüringen, auf. Von 1960 bis 1964 studierte sie die Fächer Kunst und Deutsch am Pädagogischen Institut Erfurt, welches die Vorgängereinrichtung zur Pädagogischen Hochschule Erfurt gewesen ist. Von 1966 bis 1971 studierte sie Spielmittelgestaltung an der Burg Giebichenstein, Halle (Saale). Sie lehrte und forschte an der Burg Giebichenstein, Halle (Saale), und arbeitete als Spielmitteldesignerin im VEB Kösener Spielzeug, Bad Kösen. 1981 verteidigte sie ihre Doktorarbeit an der Pädagogischen Hochschule Erfurt. 1995 begann ihre Zusammenarbeit mit der Firma FRIDLIN Holzspielzeug, Döschnitz. Die fruchtbringende Verbindung zu dieser Spielzeugmanufaktur hält bis heute an.

Fridlind Siebrecht gehört zu den bedeutenden Spielmittelgestaltern Thüringens und zur Gruppe jener Thüringer Frauen, die einen besonderen Beitrag zum Spielzeugdesign geleistet haben. In der Ausstellung werden überwiegend die von ihr entwickelten Holzspielzeuge, welche die Firma FRIDLIN, Döschnitz, produziert, gezeigt. Das Besondere an den Spielgaben Siebrechts besteht darin, dass jedes Spielmittel seinen Spielern (Kindern bis zum frühen Schulalter) eine spezielle Aufgabe oder Herausforderung stellt. Ihre Spielzeuge sind rein im Spiel, pur in der Spieltätigkeit, konsequent spiel-puristisch gedacht. Für sie ist das Spielen noch immer „eine faszinierende Tätigkeit“. Ihre Spielmittel können therapeutisch verwendet werden.

Mit der Ausstellung kehrt die Pädagogin und Spielzeugdesignerin Dr. Fridlind Siebrecht zu ihren Erfurter Wurzeln zurück. Die Pädagogische Hochschule Erfurt ist 2001 in der 1994 neugegründeten Universität Erfurt aufgegangen.

Die Ausstellung bringt das umfangreiche Werk Siebrechts mit der Pädagogik Friedrich Fröbels (1782-1852) in Zusammenhang. Der Thüringer Erzieher Fröbel, dessen Pädagogik bis heute internationale Rezeption erfährt, hat auch Fridlind Siebrechts Werk inspiriert.

Begleitend zur Ausstellung sind zwei Publikationen erschienen:

  1. Schmid, Andrea Christine (Herausgeberin) u.a.: Fröbel – Wirkung – Spielgaben: die Spielmittel der Gestalterin Dr. Fridlind Siebrecht: Katalog zur gleichnamigen Ausstellung, 19.10. bis 23.12.2026, in der Universitätsbibliothek Erfurt. 1. Auflage (150 Exemplare). [Erfurt]: Fröbel-Forschungsstelle der Universität Erfurt; Erfurt: In Zusammenarbeit mit Edition tausend hold + immer schön. Texte zur Kunst, 2026. 199 Seiten: Illustrationen; 22 cm. ISBN 978-3-9823735-6-0 (Edition tausend hold + immer schön)
  2. Siebrecht, Fridlind: Systematische und grundlegende Gedanken zur Spielmittelgestaltung. 1. Auflage (150 Exemplare). Erfurt: Edition tausend hold + immer schön. Texte zur Kunst, 2026. 104 Seiten: Illustrationen, Porträts; 22 cm. ISBN 978-3-9823735-7-7

 

Text: Ausstellungsteam Prof. Dr. A. Schmid

Abbildung: FRIDLIN Holzspielzeug, Döschnitz

 

Neue Angebote Forschungsportal osmikon

 

osmikon, das Forschungsportal zu Ost-, Ostmittel- und Südosteuropa, erweitert durch drei neue Projekte den Zugriff auf zahlreiche für die Forschung interessante Quellen und Dokumente:

Viele Materialien im Repositorium ostdok sind erstmals für die Wissenschaft elektronisch im Open Access zugänglich: über 10.000 urheberrechtlich geschützte Publikationen des 20. und 21. Jahrhunderts sowie eine Vielzahl gemeinfreier Titel hauptsächlich aus dem 18. und 19. Jahrhundert, aber auch älteren Datums.

ARTOS verzeichnet Fachartikel und Rezensionen aus rund 700 laufenden Zeitschriften und ausgewählten Sammelbänden im breiten Spektrum der geistes- und sozialwissenschaftlichen Forschung aus dem östlichen und südöstlichen Europa und über die Region. In kleinerem Umfang werden auch historische Zeitschriften aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts berücksichtigt.

OstNet ist eine Datenbank für wissenschaftlich relevante Websites vor allem zur Geschichte, Kultur, Politik und Gesellschaft der Länder und Regionen Ost-, Ostmittel- und Südosteuropas. Die Internetressourcen werden nach bibliothekarischen Standards formal und sachlich erschlossen. Derzeit umfasst OstNet rund 22.000 Einträge (Stand: Januar 2025).

Der Zugang zum Forschungsportal mit diesen und weiteren Dienstleistungen ist über das Datenbankinformationssystem DBIS möglich.

Quelle: https://www.osmikon.de/servicemenue/ueber-uns

Genealogie und Familienforschung

Die im privaten Interesse betriebene Ahnen- und Familienforschung findet schon seit langem großen Zulauf. Darüber hinaus versteht man unter der Genealogie eine wissenschaftliche Teildisziplin der Historischen Hilfswissenschaften, bei der auch Fragestellungen interessieren, die über reine verwandtschaftliche Beziehungen einzelner Personen hinaus gehen.

Zahlreiche Datenbanken ermöglichen nicht nur Forschenden, sondern auch interessierten Laien unter verschiedenen Aspekten die Suche nach lange verstorbenen oder nicht (mehr) bekannten Familienangehörigen.

Hier ein paar im Open Access zugängliche Beispiele, die vor allem in der persönlichen Familienforschung weiterhelfen können:

 

Im Lesesaal findet sich unter der Signaturengruppe ND 7240 – 7900 umfangreiche gedruckte Literatur zu Teilgebieten und wissenschaftlicher Methodik dieses Forschungsbereichs. Eine wichtige elektronische Ressource bietet die Bibliothek über die lizensierte Datenbank World Biographical Information System Online (WBIS) an.

 

 

 

 

 

 

Seit kurzem online und frei verfügbar sind die Records Relating to Membership in the Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei  der U.S. National Archives

 

Sabine Ziebarth

 

Gesucht: Aushilfskräfte im Benutzungsbereich (w/m/d)

  • Sie schätzen die Bibliothek als Lern- und Arbeitsort?
  • Sie nutzen Bücher, E-Books, elektronische und gedruckte Zeitschriften?
  • Sie freuen sich über lange Öffnungszeiten am Abend und am Wochenende?
  • Sie möchten gerne dazu beitragen, dass die Bibliothek abends und am Wochenende ein angenehmer Lernort ist, und dabei auch noch Geld verdienen?
  • Warum dann nicht als Aushilfskraft in der Bibliothek arbeiten?

In der Universitätsbibliothek sind ab 1. August 2026 unbefristete Stellen im Umfang von 7 Wochenstunden zu besetzen. Wir freuen uns über Ihre Bewerbung bis zum 7. Juni 2026 über das in der Stellenausschreibung angegebene Bewerbungsportal.

Bei Fragen können Sie sich gerne an Frau Ziebarth (Tel.: 0361/737 5703, E-Mail: information.ub@uni-erfurt.de) wenden.

Oxford Research Encyclopedias: American History

Ganz neu bietet die Universitätsbibliothek den Zugriff auf die nicht nur für Historiker*innen wichtige Datenbank Oxford Research Encyclopedia of American History an. Enthalten sind von Expert*innen verfasste und geprüfte Überblicksartikel zu verschiedensten Themengebieten der amerikanischen Geschichte. Die Autor*innen der jeweiligen Einträge sind benannt und die Artikel entsprechend referenziert. Die Enzyklopädie wird regelmäßig durch neue oder überarbeitete Einträge sowie neu erstellte Überblicksartikel ergänzt.

Themengebiete umfassen:

20th Century: Post-1945 | 20th Century: Pre-1945 | African American History | Antebellum History | Asian American History | Civil War and Reconstruction | Colonial History | Cultural History | Early National History | Economic History | Environmental History | Foreign Relations and Foreign Policy | History of Science and Technology | Labor and Working Class History | Late 19th-Century History | Latino History | Legal History | Native American History | Political History |Pre-Contact History | Religious History | Revolutionary History | Slavery and Abolition | Southern History | Urban History | Western History | Womens History

Aus den Überblicksartikeln heraus ist über die Keywords der Zugriff auf zahlreiche weitere frei verfügbare Beiträge zum jeweiligen Thema möglich:

Am Ende eines Beitrags finden sich weiterführende Links und Literaturempfehlungen, deren Verfügbarkeit in der Bibliothek unmittelbar überprüft werden kann:

Die Datenbank wurde zunächst für ein Jahr abonniert und kann im Campusnetz sowie für alle Mitglieder via eduVPN auch von außerhalb des Campus genutzt werden.

Sabine Ziebarth

 

Neue Citavi-Kurse im Sommersemester

Im Sommersemester bietet die UB Erfurt wieder Einführungskurse in die Literaturverwaltung mit Citavi an. Treffpunkt ist der Vortragsraum im EG der Bibliothek, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Kursinhalte sind:

  • Aufbau und Bedienung von Citavi
  • Literaturquellen und elektronische Volltexte in Citavi übernehmen, Citavi Picker
  • Literaturauswertung und Wissensorganisation (Zitate einpflegen)
  • Übernahme in Word-Dateien

Termine im Sommersemester 2026:

  • Montag, 20. April: 12.15 Uhr – 13.45 Uhr
  • Dienstag, 19. Mai: 10.15 Uhr – 11.45 Uhr
  • Mittwoch, 17. Juni: 12.15 Uhr – 13.45 Uhr
  • Donnerstag, 9. Juli: 14.15 Uhr – 15.45 Uhr

Sie können während der Veranstaltung an den Terminals im Vortragsraum mit Citavi arbeiten. Bei eigenen Endgeräten Citavi bitte vor der Schulung selbst installieren:  http://www.citavi.com/uni-erfurt.

Zur Nutzung von Citavi auf einem Mac wird eine Virtualisierungslösung benötigt. Weitere Hinweise dazu gibt es im Citavi Support.