Universität Erfurt

Forschungspreis für amtierenden Unipräsidenten: Pressemitteilung Nr.: 40/2008 - 28.02.2008

Der amtierende Präsident der Universität Erfurt, Professor Dr. Jörg Rüpke, erhält heute (29.2.2008) in Paris als einer von fünf deutschen Wissenschaftlern den französisch-deutschen Gay-Lussac-Humboldt-Forschungspreis. Der auf französischer Seite nach dem Naturwissenschaftler Gay Lussac benannte Preis wird in diesem Jahr zum 25. Mal verliehen und ehrt besondere Beiträge zur
deutsch-französischen Zusammenarbeit in der Wissenschaft. Überreicht wir der mit 25.000 Euro dotierte Preis durch die Bundesministerin Annette Schavan und ihre französische Amtskollegin Valérie Pécresse. Das Preisgeld dient zur Intensivierung der Zusammenarbeit durch Aufenthalte an den Partnerinstituten.

Der Erfurter Religionswissenschaftler Rüpke, erhält den überwiegend an Naturwissenschaftler verliehenen Preis, auf Vorschlag des Centre Gustave Glotz der Université Paris I Sorbonne-Panthéon und der Ecole Pratique des Hautes Etudes. Der Preis ehrt eine ertragreiche Zusammenarbeit in einer Reihe von Forschungsprojekten zur Religionsgeschichte der antiken Mittelmeerwelt, die sowohl die direkte Zusammenarbeit von jüngeren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ermöglichten wie den Aufbau eines europäischen Forschungsnetzwerkes. Themen waren Opfer, Totenrituale, Vorhersehung/Divination wie Gottesvorstellungen. Zukünftig sollen Fragen der religiösen Kommunikation und der Repräsentation des Göttlichen in unterschiedlichen, sprachlichen wie bildlichen Medien im Zentrum stehen. Kontakte bestehen dabei auch mit dem Collège de France und Universitäten in Toulouse, Rennes und Strasbourg. An der Universität Erfurt hat sich die deutsch-französische Kooperation in einer Reihe von Internationalen Ferienseminaren für Doktoranden, Kolloquien und Arbeitsaufenthalten von Doktoranden niedergeschlagen. Schon seit dem Jahr 2000 besteht ein entsprechender Kooperationsvertrag mit der Ecole Pratique des Hautes Etudes und ihrer Abteilung für Religionswissenschaft. Erfurter Doktoranden waren verschiedentlich an Tagungen des in Paris koordinierten Europäischen Doktorandennetzwerkes beteiligt. 

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