Universität Erfurt

Neu an der Universität Erfurt: Prof. Dr. Marcel Helbig: 28. Oktober 2015

Prof. Dr. Marcel Helbig
Prof. Dr. Marcel Helbig

Seit dem Wintersemester 2015/16 hat Prof. Dr. Marcel Helbig die Sonderprofessur für Bildung und soziale Ungleichheit an der Universität Erfurt inne, die in Kooperation mit dem Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung an der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät eingerichtet wurde. Helbig machte 2004 seinen Bachelor of Arts in Sozial- und Kommunikationswissenschaft an der Uni Erfurt, 2007 folgte ein Master in Sozialwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin. Seit 2007 ist er Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Wissenschaftszentrum Berlin, er wurde 2012 an der HU Berlin mit einer Dissertation zum Wandel des geschlechtsspezifischen Bildungserfolgs in Deutschland promoviert.

Marcel Helbig beschäftigt sich im Rahmen seiner Forschung zum einen mit Fragen der sozialen Ungleichheit im Bildungssystem. Hierbei konzentriert er sich nicht nur auf den Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft von Kindern und ihrem Bildungserfolg, sondern analysiert weitere Aspekte sozialer Ungleichheiten. Hierzu gehören Bildungsunterschiede nach Geschlecht, Haushaltskonstellationen (insbesondere Geschwisterkonstellationen), Religion und ethnischer Herkunft. Ferner untersucht er, wie sich demografische Veränderungen auf den Bildungserfolg von Schülern auswirken, inwieweit körperliche Merkmale (Übergewicht), eine Rolle für den Bildungserfolg spielen, aber auch, welche Rolle Nachbarschaften beim Bildungserwerb spielen. Zudem untersucht er, warum Mädchen und Jungen sich für unterschiedliche Berufe entscheiden. Zentrales Thema seiner Forschung sind jedoch Bildungsunterschiede zwischen den Bundesländern. Hierbei hat er zum einen untersucht, welche Auswirkung die Einführung von Studiengebühren auf das Studienverhalten hat. Zum anderen hat er in einer Monografie dargelegt, wie sich die Schulpolitik der 16 Bundesländer seit 1949 entwickelt hat. Dabei greift er auf die Analyse von mehreren tausend Gesetzestexten zurück, die anhand von 60 Indikatoren zur Schulpolitik systematisch vergleichend codiert wurden. Künftig soll hier die Frage untersucht werden, inwieweit Unterschiede in der Schulpolitik der Bundesländer kausal für Bildungsunterschiede in den Bundesländern verantwortlich sind.

In der Lehre bietet Prof. Dr. Helbig Veranstaltungen zu Geschlechterungleichheiten im Lebensverlauf an und Seminare, in denen die Studierenden lernen sollen, wie man eigene quantitative Studien durchführt. Hierzu wird vor allem auf die Analyse von bereits erhobenen Studien in der Bildungsforschung zurückgegriffen. In Planung sind weitere Veranstaltungen zur deutschen Schulpolitik und zu sozialen Ungleichheiten im Lebensverlauf.

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