Universität Erfurt

Erfurter Symposium zum frühen Fremdsprachenlernen: 27.07.2010

Das inzwischen dritte Erfurter Symposium zum frühen Fremdsprachenlernen fand – ausgerichtet vom Lehrstuhl für Sprachlehr- und -lernforschung sowie dem Fachbereich Romanistik der Universität Erfurt – im Juni unter dem Motto „Sagen und Märchen im frühen Fremdsprachenunterricht“ statt und bildete gleichzeitig den Abschluss des internationalen Comenius-Projekts „Early language learning: meeting multicultural and multilingual Europe through national stories“. An diesem europäischen Projekt, das von 2003 bis 2007 durchgeführt wurde, waren drei Mitarbeiter der Romanistik bzw. Anglistik beteiligt. Als Projektergebnis war 2008 eine DVD erschienen, die mehrsprachiges Unterrichtsmaterial für frühes Fremdsprachenlernen enthält und auf zwölf Sagen, Legenden und Märchen aus verschiedenen Ländern Europas basiert. Auf Lehrerfortbildungen, in Seminaren an der Universität und auch in zahlreichen Erprobungen an Schulen wurde das Material eingesetzt und stieß auf große Resonanz. Diese Erfahrungen machten auch die Kollegen aus den anderen beteiligten Ländern. So entstand die Idee, das 3. Erfurter Symposium zum frühen Fremdsprachenlernen vollständig dem Thema Märchen und Sagen zu widmen und dazu alle ehemaligen Mitstreiter einzuladen.

Für die Tagung konnten schließlich Referenten aus dem In- und Ausland, von der Universität Erfurt und auch aus den örtlichen Grundschulen gewonnen werden. Angeboten wurden Workshops und Vorträge für Englisch, Deutsch und Französisch sowie für Russisch. Der Zuspruch unter den Fremdsprachenlehrkräften der Thüringer Grundschulen sowie den Lehrkräften der 2. Fremdsprachen der Klassen 5 und 6 von Regelschulen und Gymnasien war groß und auch die Studierenden der Lehramtsstudiengänge Englisch und Französisch nutzten die Gelegenheit, sowohl theoretische als auch praktische Einblicke in das Thema zu gewinnen. In den meisten Workshops konnten die Teilnehmer auch selbst aktiv werden und die vorgestellten Unterrichtsvorschläge erproben. Einen stimmungsvollen Einstieg bot der Plenarvortrag der bekannten Schweizer Autorin Susanne Stöcklin-Meier, die von der UNESCO für die Bewahrung des immateriellen Kulturerbes der Gemeinschaft „Kinder“ geehrt wurde. Sie las aus ihrem Buch „Von der Weisheit der Märchen“ und überzeugte das Auditorium eindrucksvoll davon, dass Märchen Seelennahrung sind und sich bestens eignen, um Kindern Werte näherzubringen. Beendet wurde das Symposium mit der Märchenvorstellung „Die Regentrude“, vorgeführt  von der Erfurter Schauspielerin Christiane Weidringer.

Ziel der Tagung war es, den im Comenius-Projekt erarbeiteten multikulturellen und multilingualen Ansatz für Fremdsprachenunterricht in der Grundschule zu verbreiten und so neue Impulse für frühes Fremdsprachenlernen zu geben. Damit wurde die Tradition fortgesetzt, die durch die beiden vorangegangenen Symposien zum frühen Fremdsprachenlernen begründet wurde: innovative Ideen im Bereich des Fremdsprachenfrühbeginns nach außen zu tragen.

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