﻿{"id":5979,"date":"2022-07-21T12:32:36","date_gmt":"2022-07-21T10:32:36","guid":{"rendered":"https:\/\/www2.uni-erfurt.de\/bibliothek\/blog\/?p=5979"},"modified":"2022-08-04T09:28:25","modified_gmt":"2022-08-04T07:28:25","slug":"amplonius-ein-strategischer-buechersammler-ein-leben-lang","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www2.uni-erfurt.de\/bibliothek\/blog\/amplonius-ein-strategischer-buechersammler-ein-leben-lang\/","title":{"rendered":"Amplonius &#8211; Ein strategischer B\u00fcchersammler: ein Leben lang?"},"content":{"rendered":"<p>Bereits in den letzten <a href=\"https:\/\/www2.uni-erfurt.de\/bibliothek\/blog\/tag\/articella\/\">Blogbeitr\u00e4gen<\/a> habe ich \u00fcber das Articella-Konvolut und seine Bedeutung f\u00fcr die medizinische Lehre berichtet. Heute m\u00f6chte ich den Blick auf eine andere zentrale Schrift der medizinischen Lehre an mittelalterlichen Universit\u00e4ten lenken, die uns gleichzeitig einen wichtigen Einblick in die Sammlungsgeschichte der Amploniana bietet: Ab\u016b Bakr Mu\u1e25ammad bin Zakary\u0101 ar-R\u0101z\u012b (kurz: Rasis) war ein Arzt und Krankenhausleiter aus Rey, einer bedeutenden Stadt der Antike und des fr\u00fchen Mittelalters nahe Teheran. Er tat sich mit knapp 150 Schriften auch als produktiver Wissenschaftler und Philosoph hervor. F\u00fcr das europ\u00e4ische Mittelalter war besonders der <em>Liber medicinalis ad Almansorem<\/em> von gro\u00dfer Bedeutung, da er in diesem Werk das umfangreiche Corpus des antiken Arztes Galen strukturierte und daraus einen Lehrplan f\u00fcr das Studium der Medizin erschuf. Dieses Werk fand schlie\u00dflich durch die lateinische \u00dcbersetzung des Gerhard von Cremona Einzug in den medizinischen Lehrplan der europ\u00e4ischen Universit\u00e4ten.<\/p>\n<figure id=\"attachment_5980\" aria-describedby=\"caption-attachment-5980\" style=\"width: 349px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/www2.uni-erfurt.de\/bibliothek\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Abb.-1-CA-2\u00b0-260-fol.-4r..jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\" wp-image-5980\" src=\"https:\/\/www2.uni-erfurt.de\/bibliothek\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Abb.-1-CA-2\u00b0-260-fol.-4r..jpg\" alt=\"\" width=\"349\" height=\"121\" srcset=\"https:\/\/www2.uni-erfurt.de\/bibliothek\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Abb.-1-CA-2\u00b0-260-fol.-4r..jpg 862w, https:\/\/www2.uni-erfurt.de\/bibliothek\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Abb.-1-CA-2\u00b0-260-fol.-4r.-768x266.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 349px) 100vw, 349px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-5980\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 1: CA 2\u00b0 260, fol. 4r<\/figcaption><\/figure>\n<p>In der Amploniana befinden sich insgesamt sieben Handschriften mit diesem Text. Mit Hilfe des von Amplonius eigenh\u00e4ndig angefertigten Katalogs zur ersten Tranche seiner Stiftung wissen wir, dass er zun\u00e4chst vier B\u00e4nde mit dem<em> Liber medicinalis<\/em> des Rasis gestiftet hat. Hierbei handelt es sich um die Handschriften <a href=\"https:\/\/dhb.thulb.uni-jena.de\/receive\/ufb_cbu_00018177\">CA 2\u00b0 265<\/a>, <a href=\"https:\/\/dhb.thulb.uni-jena.de\/receive\/ufb_cbu_00018519\">CA 2\u00b0 291<\/a>, <a href=\"https:\/\/dhb.thulb.uni-jena.de\/receive\/ufb_cbu_00020881\">CA 4\u00b0 214<\/a>, <a href=\"https:\/\/dhb.thulb.uni-jena.de\/receive\/ufb_cbu_00021123\">CA 4\u00b0 230<\/a>, die im Amplonius-Katalog mit den Nummern 36, 58, 52 und 66 in der Rubrik <em>De medicine<\/em> verzeichnet waren. Als sammlungsgeschichtlich besonders interessant haben sich jedoch zwei der Rasis-Handschriften herausgestellt, die erst nach der Stiftung des Amplonius Eingang in das Collegium Porta Coeli fanden. Hierbei handelt es sich um <a href=\"https:\/\/dhb.thulb.uni-jena.de\/receive\/ufb_cbu_00017942\">CA 2\u00b0 244<\/a> und <a href=\"https:\/\/dhb.thulb.uni-jena.de\/receive\/ufb_cbu_00018095\">CA 2\u00b0 260<\/a>, die mit den Nummern 132 und 124<em> De medicine<\/em> in den Bestand der Amploniana kamen. Sie geh\u00f6ren also zu den Nachstiftungen, bei denen bis dato noch nicht gekl\u00e4rt ist, auf welchem Weg und vor allem durch wen sie in die Sammlung gelangten.<\/p>\n<figure id=\"attachment_5981\" aria-describedby=\"caption-attachment-5981\" style=\"width: 349px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www2.uni-erfurt.de\/bibliothek\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Abb.-2-CA-2\u00b0-244-fol.-3r..jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\" wp-image-5981\" src=\"https:\/\/www2.uni-erfurt.de\/bibliothek\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Abb.-2-CA-2\u00b0-244-fol.-3r..jpg\" alt=\"\" width=\"349\" height=\"102\" srcset=\"https:\/\/www2.uni-erfurt.de\/bibliothek\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Abb.-2-CA-2\u00b0-244-fol.-3r..jpg 997w, https:\/\/www2.uni-erfurt.de\/bibliothek\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Abb.-2-CA-2\u00b0-244-fol.-3r.-768x223.jpg 768w, https:\/\/www2.uni-erfurt.de\/bibliothek\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Abb.-2-CA-2\u00b0-244-fol.-3r.-980x290.jpg 980w\" sizes=\"(max-width: 349px) 100vw, 349px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-5981\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 2: CA 2\u00b0 244, fol. 3r<\/figcaption><\/figure>\n<figure id=\"attachment_5983\" aria-describedby=\"caption-attachment-5983\" style=\"width: 352px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www2.uni-erfurt.de\/bibliothek\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Abb.-4-CA-2\u00b0-260-fol.-201r.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\" wp-image-5983\" src=\"https:\/\/www2.uni-erfurt.de\/bibliothek\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Abb.-4-CA-2\u00b0-260-fol.-201r.jpg\" alt=\"\" width=\"352\" height=\"202\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-5983\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 4: CA 2\u00b0 260, fol. 201r<\/figcaption><\/figure>\n<figure id=\"attachment_5982\" aria-describedby=\"caption-attachment-5982\" style=\"width: 356px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www2.uni-erfurt.de\/bibliothek\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Abb.-3-CA-2\u00b0-244-fol.-27r.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\" wp-image-5982\" src=\"https:\/\/www2.uni-erfurt.de\/bibliothek\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Abb.-3-CA-2\u00b0-244-fol.-27r.jpg\" alt=\"\" width=\"356\" height=\"175\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-5982\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 3: CA 2\u00b0 244, fol. 27r<\/figcaption><\/figure>\n<p>Hier konnten jedoch im Zuge des laufenden Projekts wichtige Erkenntnisse gesammelt werden, die sich aus der Objektgeschichte der beiden Handschriften ergeben. So wurden beide Handschriften durch Schriftbefund nach Montpellier in die 2. H\u00e4lfte des 13. Jahrhunderts verortet. Zwar lassen sich bei den Schreibh\u00e4nden keine Gemeinsamkeiten erkennen, doch weisen beide als Textzeugen eine Besonderheit auf: Wie Danielle Jacquart nachgewiesen hat<span style=\"color: #ff0000;\">\u00b9<\/span>, handelt es sich hier bei beiden Texten nicht um die \u00dcbersetzung durch Gerhard von Cremona, sondern um die eines unbekannten \u00dcbersetzers, welche offensichtlich in Montpellier in jener Zeit im Umlauf war. Neben diesen \u00fcberlieferungsgeschichtlichen Gemeinsamkeiten gibt es jedoch auch objektgeschichtliche Gemeinsamkeiten, die auf das Ende des 14. Jahrhunderts weisen. In dieser Zeit m\u00fcssen sich beide B\u00e4nde bereits im deutschen Raum befunden haben. Denn in jener Zeit wurden beide Handschriften von der gleichen, nordalpinen Hand mit Blick auf die Nutzerfreundlichkeit \u00fcberarbeitet. Hierf\u00fcr wurde nicht nur der Text mit \u00dcberschriften und Rubriken versehen, sondern auch Verzeichnisse angelegt, um die Handschriften besser nutzen zu k\u00f6nnen (Vgl. Abb. 1-4). Da beides von gleicher Hand in gleicher Art durchgef\u00fchrt wurde, d\u00fcrfte es sich hier um eine bewusste \u00dcberarbeitung f\u00fcr eine weitere Nutzung au\u00dferhalb des Privatbesitzes handeln.<\/p>\n<p>Es w\u00e4re nat\u00fcrlich naheliegend, diese \u00dcberarbeitungen Amplonius selbst f\u00fcr eine Nachstiftung zuzuschreiben, da sie noch in einem Segment vorkommen, in dem sich \u00fcberwiegend Nachstiftungen des Amplonius befinden. Doch wurden die \u00dcberarbeitungen von einer ge\u00fcbten Hand im vierten Viertel des 14. Jahrhunderts angefertigt, sodass Amplonius hier wohl nicht in Frage kommt. Es muss also ein anderer Vorbesitzer gewesen sein, der diese \u00dcberarbeitungen f\u00fcr eine Nutzung in einer anderen Institution \u00fcberarbeitet hat. Eine solche Institution k\u00f6nnte die Stiftskirche St. Aposteln in K\u00f6ln gewesen sein. Denn auf diese weist das Einbandfragment aus der Handschrift <a href=\"https:\/\/dhb.thulb.uni-jena.de\/receive\/ufb_cbu_00017942\">CA 2\u00b0 244<\/a> hin, dass einem gewissen Heinrich von Neumagen Pfr\u00fcnde f\u00fcr eine Lehrt\u00e4tigkeit an der dortigen Klosterschule in Aussicht stellte. Da Amplonius aber selbst ab <a href=\"https:\/\/database.rag-online.org\/viewer.p\/1\/4\/object\/46-2233017\">1400 dort als Kanoniker<\/a> wirkte, ist es zumindest m\u00f6glich, dass er diese besonders benutzerfreundlichen Rasisb\u00e4nde erwarb, um sie sp\u00e4ter als Nachstiftung dem Collegium Porta Coeli zur Verf\u00fcgung zu stellen. In der Sammlung selbst hatten dann auch beide B\u00e4nde eine zentrale Bedeutung, da sie im Verlauf des 15. Jahrhunderts mit einer Kette und Buckeln versehen (vgl. Abb. 5 und 6) und den Studenten als zentrale Lernwerke an Pulten dargeboten wurden.<\/p>\n<figure id=\"attachment_5984\" aria-describedby=\"caption-attachment-5984\" style=\"width: 383px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www2.uni-erfurt.de\/bibliothek\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Abb.-5-CA-2\u00b0-260.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"wp-image-5984\" src=\"https:\/\/www2.uni-erfurt.de\/bibliothek\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Abb.-5-CA-2\u00b0-260.jpg\" alt=\"\" width=\"383\" height=\"240\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-5984\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 5: CA 2\u00b0 260, hinterer Buchdeckel mit Kette, Schlie\u00dfe und Buckeln<\/figcaption><\/figure>\n<figure id=\"attachment_5985\" aria-describedby=\"caption-attachment-5985\" style=\"width: 442px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www2.uni-erfurt.de\/bibliothek\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Abb.-6-CA-2\u00b0-244.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"wp-image-5985\" src=\"https:\/\/www2.uni-erfurt.de\/bibliothek\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Abb.-6-CA-2\u00b0-244.jpg\" alt=\"\" width=\"442\" height=\"240\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-5985\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 6: CA 2\u00b0 244, hinterer Buchdeckel mit gleicher Kette, gleicher Schlie\u00dfe und gleichen Buckeln<\/figcaption><\/figure>\n<p>Doch was w\u00fcrde das f\u00fcr die Sammlungsgeschichte bedeuten? Die vergleichsweise hohen Nummern haben bisher dazu gef\u00fchrt, diese B\u00e4nde nicht als Nachstiftung des Amplonius einzuordnen. Durch die Hinweise jedoch muss zumindest die M\u00f6glichkeit in Betracht gezogen werden, dass auch im Segment 100-150 <em>De medicine<\/em> noch zahlreiche B\u00e4nde zu finden sind, die Amplonius nicht nur wegen ihres Inhalts, sondern auch wegen ihrer Benutzerfreundlichkeit f\u00fcr seine Stiftung erwarb und diese B\u00e4nde nachstiftete.<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\">\u00b9<\/span> Vgl. Danielle Jacquart, Note sur la traduction latine du Kitab al-Mansaura de Rhaz\u00e8s, Revue d\u2019histoire des textes, 24, 1994, p. 359-374.<\/p>\n<p><em>Sven-Philipp Brandt<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bereits in den letzten Blogbeitr\u00e4gen habe ich \u00fcber das Articella-Konvolut und seine Bedeutung f\u00fcr die medizinische Lehre berichtet. 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