Katholisch-Theologische Fakultät


Lehrstuhl für Exegese und Theologie des Alten Testaments

Prof. Dr. Norbert Clemens Baumgart

Universität Erfurt

 

 

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Emeritus Prof. Dr. Georg Hentschel

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aus: Erfurter Bibel; Signatur: Ms. or. fol. 1212; Staatsbibliothek zu Berlin - Preussischer Kulturbesitz, Orientabteilung

 

 

 

 

 

 

 

 

Anforderungen

 

 

Hinweise zur Erstellung von Seminararbeiten

 

1. Praktisches

  • Eine Seminararbeit zu einem alttestamentlichen (oder altorientalischen) Text präsentiert die Ergebnisse der methodischen Textauslegung und der Fachliteratur.
    Am Beginn des Arbeitsprozesses sollten eigene Textuntersuchungen stehen, deren Ergebnisse man notiert. Anschließend sind Kommentare und schließlich die weitere Fachliteratur heranziehen, um den Geschichtskreis zu weiten oder Korrekturen an ersten Eindrücken vorzunehmen. Danach kann man leichter an die Erstellung der eigenen schriftlichen Arbeit herangehen.
  • Bei biblischen oder bibeltheologischen Themen setzt man am besten gleich auf die einschlägige Fachliteratur.
  • Exegetische und bibeltheologische Arbeiten sollten kurz, bündig und prägnant formuliert sein. Dabei gilt: In der Kürze liegt die Würze. Informationen und Inhalte in der Hausarbeit sollten entweder anhand der Fachliteratur überprüfbar sein, durch biblische (oder antike) Texte belegbar oder in sich stimmig und einsichtig erscheinen. Bei exegetischen und theologischen Fachbegriffen oder Fachbegriffen anderer Disziplinen (Literaturwissenschaften, Archäologie usw.) ist darauf zu achten, ob sie sachgerecht und angemessen in der Arbeit verwendet werden. Sicherheitshalber sollte man einschlägige Fachlexika oder -wörterbücher konsultieren.
  • Im Erfurter Fach Altes Testament ist es möglich, die Ergebnisse der Arbeit mit einem Flyer, Plakat, Videospot oder Ähnlichem zu präsentieren, welche das Untersuchungsergebnis komprimieren und die Aufmerksamkeit Dritter für das  Thema zu gewinnen suchen. Diese Kurzpräsentation ist rein freiwillig.

2. Formales


Eine Hausarbeit besteht aus Titelblatt, Inhaltsverzeichnis, Einleitung, Hauptteil, Fazit, Literaturverzeichnis und Eigenständigkeitserklärung.

 

Das Titelblatt enthält folgende Angaben: Universität, Fakultät, Name der Veranstaltung und deren Dozent/in, Name der Autorin/des Autors, dessen/deren Adresse sowie E-Mail-Adresse, Studiengang, Fachsemester, Thema der Hausarbeit.

 

Das Inhaltsverzeichnis führt alle Gliederungspunkte der Arbeit und die entsprechenden Seitenzahlen an.

 

Die kurze Einleitung profiliert das Thema und die Fragestellung.

  • Das Thema oder der ausgewählte Text sind in den übergreifenden Zusammenhang des Seminars oder der Lehrveranstaltung einzuordnen und von daher ihr Stellenwert darzulegen.
  • Die Fragestellung und damit das Ziel für die Ausarbeitung werden beschrieben.
  • Die Methoden und Vorgehensweisen sind offenzulegen.

 

Der Hauptteil kann unterschiedlich gegliedert sein. Form und Art der Gliederung richten sich nach der Fragestellung und dem Ziel für die Arbeit.

  • Was sich an Gedanken und Gedankengängen als hypothetisch ausnimmt, muss auch in seiner Unsicherheit sprachlich gekennzeichnet werden (Konjunktiv: „Es könnte aufgrund des Beobachteten vielleicht so sein, dass ….“).
  • Zum Zwecke der Veranschaulichung lassen sich Bilder, Schaubilder, Illustrationen, Tabellen usw. verwenden. Ihr Einsatz sollte aber sparsam erfolgen.

Das kurze Fazit nimmt möglichst auf die Einleitung Bezug, beantwortet die gestellte Frage und fasst das erreichte Ziel zusammen.

  • Was in der Darstellung offen bleiben musste, kann hier kurz angerissen werden.
  • Persönliche Stellungnahmen, eigene Meinungen oder theologisch weit gespannte Ideen lassen sich am Ende des  Fazits andeuten. Erst hier sollte der Ich-Stil („Ich meine …“) auftauchen, vorher in der Arbeit jedoch nicht.

Neben dem Literaturverzeichnis kann es gegebenenfalls notwendig sein, die Quellen zu vorgelegten Abbildungen anzugeben.

 

Am Schluss der Arbeit wird die unterschriebene Eigenständigkeitserklärung angefügt.

 

3. Zitieren und Belegen

  • Zitate sind sparsam zu verwenden. Sie stützen eigene Thesen oder Überlegungen oder präsentieren markante Wendungen, Schlüsselsätze oder zentrale Gegenpositionen.
  • Alle Zitate werden belegt. Ebenso sind eigen formulierte, aber übernommene Gedankengänge zu belegen.
  • Angaben und Texte aus dem Internet sind mit der www-Adresse und dem Datum zu versehen, wann die entsprechenden Seiten aufgerufen wurden.
  • In der Fachliteratur treten oft inhaltliche oder konzeptionelle Differenzen auf. In diesem Fall sind die unterschiedlichen Zugangsweisen der Autorinnen und Autoren zum Thema/Text zu berücksichtigen. Die verschiedenen Positionen sind zuerst dazustellen, dann anhand von Argumenten abzuwägen und möglichst begründet Stellung ihnen gegenüber zu beziehen.

4. Zitationsformen

  • Alle Zitate werden mit „Anführungszeichen“ kenntlich gemacht. Ein Zitat im Zitat ist mit einfachem >Anführungszeichen< auszuweisen. Offenkundige Fehler der Schreibweise oder sachlicher Art werden mit (sic!) gekennzeichnet. Auslassungen werden mit drei Punkten … markiert. Eigene Erläuterungen im Zitat [Hervorhebung von N.Cl.B.] sind anzuzeigen.
  • Literaturangaben in den Fußnoten erscheinen in Kurzform. Zum Beispiel beim Zitat: Westermann, Genesis 44. Oder bei der Übernahme von Gedanken mit „Vgl.“, „Siehe“, „Mit“ (bei Ablehnung „Gegen“): Vgl. Kraus, Psalmen 77. Die bibliographischen Angaben erfolgen dann im Literaturverzeichnis. Möglich, doch am besten zu vermeiden sind die Angaben: „A.a.O.“ (bezieht sich auf das zuvor erwähnte Werk: A.a.O. 145) und „ebd.“  (bezieht sich auf dieselbe Seitenzahl des zuvor genannten Werkes).
  • Bei den Literaturangaben sind die üblichen Abkürzungen zu verwenden. Sie finden sich in Siegfried M. Schwertner, Internationales Abkürzungsverzeichnis für Theologie und Grenzgebiete, Berlin (2. Aufl.) 1992 (ITAG2), oder in der vierten Auflage von Religion in Geschichte und Gegenwart, Tübingen 1998ff (RGG4).
  • Die biblischen Bücher werden wie in der Einheitsübersetzung abgekürzt: Gen, Ex, Lev usw. Kapitel und Verse sind durch ein Komma (zwei Versangaben durch einen Punkt) zu trennen: Gen 1,3-5.14-19 oder Jes 1,2. Jes 1,2f meint Jes 1,2-3 und Jes 1,2ff dann Jes 1,2-4.
  • Die Schreibweise biblischer Namen erfolgt nach den Loccumer Richtlinien von 1967-1970.

Beispiele für Literaturangaben:

Lexikonartikel

  • Zenger, Erich, Art. Herrschaft Gottes / Reich Gottes II. Altes Testament: TRE 15 (1986) 176-189.

Aufsatz in einem Sammelband

  • Veijola, Timo, Martin Noth's Überlieferungsgeschichtliche Studien and Old Testament Theology, in: Steven L. McKenzie; M. Patrick Graham (Hgg.), The History of Israel's Traditions. The Heritage of Martin Noth (JSOT.S 182). Sheffield 1994, 101-127.

Aufsatz in einer Zeitschrift

  • Baumgart, Norbert Clemens, Überkommene Traditionen neu aufgearbeitet und angeeignet: Lev 26,3-45. Das Heiligkeitsgesetz in Exil und Diaspora: BZ 43 (1999) 1-25.

Kommentar
Hentschel, Georg, 2 Samuel (NEB.AT 34), Würzburg 1994.

 

Monographien

  • Noth, Martin, Überlieferungsgeschichte des Pentateuch, Stuttgart (2. Aufl.) 1960.
  • Schmid, Konrad, Buchgestalten des Jeremiabuches. Untersuchungen zur Redaktions- und Rezeptionsgeschichte von Jer 30 - 33 im Kontext des Buches (WMANT 72), Neukirchen-Vluyn 1996.

 

Prüfungen

 

 

Erlaubte Hilfsmittel bei Prüfungen

Für Prüfungen im Fach Altes Testament, seien es schriftliche oder mündliche, können Studierende aller Richtungen Hilfsmittel verwenden.

 

(1) Studierende bringen zur Prüfung selbst mit:

  • die Einheitsübersetzung oder
  • die revidierte Elberfelder Übersetzung oder
  • die Neue Zürcher Übersetzung

Diese Übersetzungen dürfen Markierungen oder Anstreichungen enthalten. Sie müssen jedoch frei von per Hand eingetragenen Texten sein, und ihnen darf kein Kommentar beigegeben sein.

 

(2) Studierende können ferner zur Prüfung selbst mitbringen:

  • die Biblia Hebraica Stuttgartensia

Diese Hebraica darf Markierungen oder Anstreichungen enthalten. Sie muss aber frei von per Hand eingetragenen Texten sein.

 

(3) Bei Klausuren wird von Seiten des Faches zur Einsichtnahme ausgelegt:

  • eine Biblia Hebraica Stuttgartensia
  • ein Gesenius, Hebräisches und aramäisches Handwörterbuch, 17. Auflage.

Wir drücken allen Prüfungskandidatinnen und -kandidaten kräftig die Daumen!